3 Tage in Quiberon oder Romy in 63 Filmen.

Anläßlich des neuen Kinofilms von Emily Atef "3 Tage in Quiberon" mit Marie Bäumer, der seine Premiere auf der diesjährigen 68. Berlinale hatte und jetzt in den Kinos läuft, möchten wir Sie auf einen Bildband hinweisen, der Romy Schneiders Filmografie enthält. In teilweise unbekannten Fotografien zeichnet der Bildband Romys unermüdliches Schaffen als Filmstar und Privatperson.

Romy Schneider (1938-1982) gehört zu den wenigen Weltstars, die das deutsche Kino in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. In 63 Filmen, die sie unter der Regie der berühmtesten und besten Regisseure dieser Epoche drehte - darunter Luchino Visconti, Orson Welles, Andrzej Zulawski und immer wieder Claude Sautet - demonstrierte sie eindrucksvoll ihre Entwicklung vom Publikumsliebling der deutschen Nachkriegs- und Wirtschaftswunderjahre zur großen Charakterdarstellerin und international gefeierten Film-Ikone. Damit hinterließ sie ein großes Werk, das die Wandlung des Frauenbilds von den 50er- bis zu den 80er Jahren nachhaltig spiegelt. Mut zu radikaler beruflicher Neuorientierung - weg vom süßlichen Image der Sissy-Filme, die ihr schon in Teenager-Jahren den internationalen Durchbruch beschert hatten - und persönliche Schicksalsschläge prägten ihr Persönlichkeitsbild, das im Laufe ihrer Karriere beständig neue Facetten hinzugewann.
 

In dem hier vorliegenden Band "Romy Schneider. Film für Film" aus dem Schirmer/Mosel Verlag ist die einzigartige Karriere von Romy Schneider nun erstmals Film für Film dokumentiert.
Von den Anfängen als Tochter des deutschen Vorzeige-Schauspielerpaars Magda Schneider und Wolf Albach-Retty über ihre ersten filmischen Ausflüge nach Frankreich (mit Alain Delon) und die Jahre der Hollywood-Produktionen bis zum Image der Grande Dame des französischen Films der 1970er Jahre und ihrem tragischen Ende in Paris: Die Journalistin und Kinoexpertin Isabelle Giordano zeichnet in dieser reich bebilderten Filmographie ein intimes Portrait der großen Darstellerin, Bild für Bild ablesbar an der Wahl ihrer Rollen und an den Beziehungen, die sie zu Schauspielerkollegen und Regisseuren knüpfte.