Bilderbücher mit und ohne Text.

Bilderbücher vorlesen kann jeder, spannend wird es, wenn man keinen Text hat. Dann muss man ganz genau die Bilder beobachten und aufpassen, was passiert.

In Thé Tjong-Khings Bilderbüchern verfolgt der Betrachter gemeinsam mit den Charakteren Tortendiebe. In dem mittlerweile vierten Torten-Buch geht es außerdem noch um Kunst. Der Dieb stiehlt in „Kunst mit Torte“ ein Bild - von besagter Torte und schon verfolgt man auf einer Vielzahl von weltberühmten Gemälden den Kunstdieb. Das tolle an dieser Rehe ist, egal wie oft man hin und her blättert, immer findet man neue Figuren und Handlungsstränge.

Das Buch „Fledereule Eulenmaus“ von Marie Louise Fitzpatrick hat nicht nur keinen Text, man könnte es auch ansehen, wenn es auf dem Kopf steht! Die kleine Eulenfamilie lebt auf einem Ast am Baum. Alles ist wunderbar, bis sich eine Fledermausfamilie auf der Unterseite ihres Astes niederlässt. Misstrauisch werden die neuen Mittbewohner beäugt. Als dann jedoch bei einem Sturm Eulen und Fledermauskinder vom Ast gefegt werden, hilft jeder jedem. Dynamisch und ausdrucksstark illustriert bekommt man sofort Lust, auch loszufliegen!

Umgekehrt geht das ganze natürlich auch. In „Das Buch ohne Bilder“ von B. J. Novak gibt es keine Bilder, dafür aber Text und Wörter in den verschiedensten Varianten. Und man muss alles vorlesen! Alles, ganz egal was da steht, es muss vorgelesen werden. Ein Buch, das eine Herausforderung und ein großes Leseabenteuer zugleich ist!