Marlene Scholkmann (10 Jahre): Die Stadtrally Gang.

Es war ein schöner warmer Septembermorgen, als Mila Dietho mit ihren Augen blinzelte. Von ihr aus hätte sie viel länger geschlafen wenn nicht ihr nerviger kleiner Bruder Jasper die ganze Zeit auf seinem Bett rumhüpfen würde, so das man ihn durch die Wand hören konnte. Aber ihre Laune besserte sich ruckartig als ihr einfiel, dass sie heute Geburtstag hatte. Sie schnellte aus ihrem Bett und ging zur Tür und machte sie auf. Vor der Tür stand ihre Familie und sang „Happy Birthday to you“. „Herzlichen Glückwunsch zum elften Geburtstag“ riefen sie im Chor. „Danke“ ,sagte Mila. Sie gingen ins Wohnzimmer. Auf dem kleinen Tischchen hinten an der Wand lagen ihre Geschenke. Mila lief auf sie zu sie fragte: „Darf ich sie jetzt aufmachen?“ „Ja du darfst“ sagte Matilde. Sie packte zuerst die kleinen Geschenke aus, dann die Großen. Am meisten freute sie sich über das schöne Kleid von Oma Anne. Jetzt waren alle Geschenke ausgepackt. Oder halt, ein kleines Päckchen lag noch da, ohne Absender und Adresse. Sie machte es auf, im Päckchen war ein Stadtplan von ihrer Stadt und eine Karte auf der Karte stand: Herzlichen Glückwunsch, du fragst dich wahr-scheinlich warum ich dir diesen Stadtplan geschickt habe und wer ich bin, du kannst es rausfinden und mich aufhalten, deine Stadt verschwinden zulassen. Du hast drei Tage Zeit. Grüße J.L. „Wer ist J.L.“ schoss es Mila durch den Kopf. Wozu brauchte sie einen Stadtplan? Das musste sie sofort ihren besten Freundinnen Emma und Casandra (Cherry) erzählen. Ein Glück, dass die beiden auch nicht weggefahren sind. „So jetzt gibt es Kuchen“ sagte Matilde „Ich geh kurz und hohle meinen Morgenmantel, mir ist ein bisschen kalt“ sagte Mila. Das stimmte natürlich nicht sie, wollte nur in ihr Zimmer um Emma und Cherry eine Nachricht zu schreiben. Sie ging schnell in ihr Zimmer und holte ihr Handy sie schrieb einfach schnell: Wollt ihr nicht heute zu mir kommen ich muss euch etwas sehr dringendes erzählen. Sie drückte auf senden. „Mila kommst du?“ fragte Matilde. „Ja sofort Mama“ sagte Mila, sie rannte ins Bad und schnappte sich ihren Morgenmantel, schlüpfte hinein und ging ins Esszimmer. Mmm, es gab eine große Schokotorte. Sie setzte sich auf ihren Stuhl und nahm sich ein stück Torte. Es schmeckte wirklich super lecker. „Ich habe mich mit Emma und Cherry um zehn am Wasserturm verabredet“ sagte Mila. „Dann musst ja in fünf Minuten da sein“ sagte Karl. „Oh nein, Misst“ dachte Mila stopfte sich ihre Torte in den Mund. Dann rannte sie in ihr Zimmer und zog sich schnell an, sagte kurz tschüss und ging los. Sie rannte die Winsstraße entlang, die Marienburgerstraße hoch. Man, warum muss jetzt genau die Ampel rot werden, jetzt, wenn sie sowieso schon viel zu spät dran war. Na endlich, sie rannte schnell über die Straße, geradeaus weiter und die Riekestraße entlang. Endlich war sie da. Die beiden warteten schon auf sie. „Na endlich, Mila herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Erzähl, was ist passiert?. „Also, als ich meine Geschenke ausgepackt habe war da so ein Päckchen ohne Absender und so. In dem Päckchen war ein Stadtplan und eine Karte auf der stand: Du fragst dich wahrscheinlich warum ich dir diesen Stadtplan geschickt habe und wer ich bin. Du kannst es rausfinden und mich aufhalten die Stadt verschwinden zulassen. Du hast nur drei Tage Zeit. Grüße J.L. oder so“ sagte Mila. „Wer ist J.L.?“ fragte Cherry. „Das weiß ich nicht wir müssen es rausfinden“ meinte Mila. „Hast du gerade wir gesagt?“ fragte Emma „Ja wieso? Traust du dich etwa nicht?“ sagte Mila. „Doch, doch war nur eine Frage, also schieß los was hast du vor?“ fragte Emma. „Na, als erstes sollten wir rausfinden wer J.L. ist“ meinte Cherry. „wir sollten uns eine Zeitung kaufen vielleicht steht da was drin“ sagte Emma. Sie gingen zum Kiosk um die Ecke, holten sich eine Zeitung und setzten sie sich auf eine Bank davor. Sie klappten die Zeitung auf. Tatsächlich, da stand ein kleiner Artikel über einen Chemiker namens Jonas Lieblich. „Das klingt interessant“ sagte Mila „Doktor Jonas Lieblich Proffesor für Chemie hat eine neue Maschine erfunden. Doktor J. Lieblich (45 Jahre) hat nun zum zweiten Mal den Nobelpreis gewonnen. Dr. Lieblich erfand am 19.09 2016 eine Maschine, mit der man Sachen verschwinden lassen kann. Sogar ganze Städte, aber keine Angst, er hat uns versprochen unsere Stadt nicht verschwinden zu lassen. Mehr erfahrt ihr auf: Deinezeitung/#verschwinden.de.“ las Emma vor. „Ich glaub, wir haben eine heiße Fährte, meint ihr nicht auch?“ fragte Mila.. „Ja, auf jeden Fall, ich würde diesem Jonas Lieblich gerne mal ein Besuch abstatten“ sagte Emma. „Im Internet steht, er wohnt in der Nobel Gasse 23. Nichts wie los,“ meinte Cherry. „Das geht nicht, der kennt mich doch bestimmt und weiß wie ich aussehe, wir müssen uns verkleiden“, sagte Mila. „Ich habe zu Hause Perücken, ich gehe sie schnell hohlen.“ sagte Emma und rannte los. Kurz darauf war sie wider da und gab jedem eine Perücke. Als sie umgezogen waren, sahen sie wie neu aus. Sie gingen zu Fuß, die Nobel Gasse war gleich um die Ecke. „Wow, was für eine riesen Villa“ , sagte Emma. Sie klingelten. Das Tor ging auf und ein Mann stand vor ihnen „Hallo wir würden gerne mit Herr Lieblich sprechen“ sagte Cherry „Der ist leider nicht zu Hause sondern am Fernsehturm“ sagte der Mann. „Was macht er dort?“ fragte Mila „Warum willst du das wissen?“ fragte er „Wir haben uns mit ihm für Heute verabredet, deshalb “ sagte Emma „Na gut, also er ist mit seiner Verschwinde-Waffe zum Fernsehturm gegangen. Ich weiß nicht, was er machen will, aber wenn ihr mich frag,t will er sein Versprechen brechen und unsere Stadt verschwinden lassen. Wenn nicht bald etwas passiert sind wir verloren, ich meine sofort, es könnte jeden Moment passieren.“ sagte er. „WAS!? Er hat gesagt drei Tage“ stieß es Mila hervor. Oh misst, hatte sie das gerade wirklich gesagt? „Äh, ich meine er hat uns gesagt, er hätte jetzt drei Tage frei“ warf sie schnell ein. „Na dann wollen wir mal losgehen. Tschüss und danke noch mal“ sagte Emma. Sie gingen schnell zur Straßenbahn und fuhren zum Alexanderplatz. Sie stiegen aus. „Was sollen wir denn jetzt machen?“ fragte Emma. „Na, zum Fernsehturm gehen und abwarten“ sagte Cherry. „Leute, seht ihr auch was ich sehe? Da vorne der Mann, das muss Dr. Lieblich sein. Aber der sieht so nett aus findet ihr nicht auch?“ fragte Mila. „Stimmt, kommt wir laufen ihm nach“ sagte Cherry. „Wo geht der denn hin?“ fragte Cherry. „Er geht zum Fernsehturm“ sagte Emma. „ Geradewegs auf den Ticketstand zu, oh nein, er kauft sich ein Ticket was sollen wir jetzt tun? Ich habe kein Geld dabei, hat einer von euch welches?“ fragte Mila. „Ja ich habe 5 Euro“ sagte Cherry. Sie gingen zur Kasse und be-zahlten. Dann stiegen sie in den Aufzug und sausten nach oben. In der großen Kugel war ein Café. „Dort sitzt er mit einer riesigen Tasche, da ist sicher seine Waffe drin“ sagte Emma. „Was sollen wir machen? Wir können ja schlecht ihm die Tasche wegnehmen oder?“ fragte Mila. Sie setzten sich hin und dachten nach. „Was macht er denn jetzt?“ fragte Cherry „Er geht zu den Toiletten wir müssen ihm nach. Aber alle sind zu auffällig, ich geh, mich kennt er nicht.“ sagte Emma und schlich ihm nach. Sie machte die Tür zu den Toiletten auf und ging rein. „Ob das wohl gut geht? Sie ist schon eine halbe Ewigkeit da drin .Hoffentlich ist ihr nichts passiert!“ seufzte Mila. Endlich tauchte Emma wieder auf. „Na endlich, was hast du raus-gefunden? fragte Cherry. „Nichts, der ist irgendwie in seiner Toilette verschwunden.“ sagte Emma „Leute, wir müssen da jetzt da rein “ sagte Mila. Sie rannten in die Toiletten, vor die Kabine, wo Dr. Lieblich drin war. „Misst, abgeschlossen “ sagte Cherry. Sie kletterten über die Trennwand und standen in der Kabine. „Hier ist nichts, oder warte mal, da in der Wand ist eine geheim Tür, sie ist offen, kommt wir gehen rein“ sagte Mila „Wow was für ein riesiger Raum Pst, da vorne ist er vor dem Tisch. „So in fünf Minuten wird diese Stadt verschwinden. Knopf auf On und Countdown läuft.“ sagte Dr. Lieblich „Was machst du denn da, bist du verrückt!?“flüsterte Cherry Emma zu. „Den On Knopf ausschalten“ flüsterte Emma. „Oh Gott, das klappt doch nie, ich geh raus und ruf die Polizei !“ sagte Cherry und schlich sich raus. Emma schlich sich von hinten an Dr. Lieblich heran, aber sie musste husten. Dr. Lieblich drehte sich um und entdeckte Emma „Aha eine kleine freche Detektivin, denkt wohl mich überlisten zu können. Zum Glück habe ich meine Verschwinde-Waffe dabei. Du könntest meine Test Person sein. Drei Sekunden noch“, sagte er und richtete sie auf Emma. „Drei, zwei, eins und“ .Emma hielt sich die Augen zu. „Hände hoch!“ Sie machte die Augen auf. Da stand die Polizei und hatte Dr. Lieblich in Handschellen gelegt. Emma rannte raus zu Mila und Cherry. Sie umarmten sich. „Na das haben wir aber gut gemacht wie wär’s wenn wir einen Detektiv Club aufmachen würden? Ich hätte auch schon einen Namen“, sagte Mila. „Die Stadtrally-Gang!“ sagten sie im Chor.