Jena 1800 zu Gast bei uns

VERLAG JENA 1800/Berlin - LITERARISCHE REISEFÜHRER seit 2000 & UTE FRITSCH - Verlegerin, Autorin und literarische Inselführerin auf HIDDENSEE seit 2003

Reisen? Geht leider Ostern 2020 und auch danach nicht. Aber mit den literarischen Reiseführern aus dem Verlag JENA 1800 direkt aus unserer Nachbarschaft (die Verlegerin Ute Fritsch betreibt seit 20 Jahren ihren Verlag aus ihrem Wohnzimmer) können Sie durch vier europäische Städte (London, Paris, St. Petersburg, Zürich) und fast jede deutsche Stadt wandern.

Das Konzept ist so einfach wie genial: Einserseits hat man in Buchform - alphabetisch geordnet - 50 bis 100 Dichter und Denker pointiert mit ihrem Aufenthalt und Wirken in der jeweiligen Stadt beschrieben und erlebt Berlin, Leipzig, Dresden, Freiburg, Heidelberg, München, Köln, Hannover, Münster mit den Augen der Dichter (und entsprechenden Zitaten). In den Kurzporträts sind die genauen Wohnadressen, literarische Schauplätze und Treffpunkte, Cafes, Theater usw. numeriert. Diese Nummern findet man auf den beigefügten historischen und aktuellen Stadtplänen wieder. Also: links das Buch aufgeschlagen, rechts ausgefaltet der farbig numerierte Stadtplan und schon können Sie durch ihre eigene Stadt in Deutschland auf den Spuren der Dichter und Denker flanieren oder wunderbar in Gedanken in Dostojewskis Petersburg, Boris Vians Paris, Max Frischs Zürich oder Virginia Woolfs London entfliehen.
Neben den literarischen Reiseführern kann man auch die "Filmstadt Berlin" nebst beigefügtem Drehort-Plan aller wichtigen Berlin-Filme entdecken, oder speziell "Schillers Jena".

Die Verlegerin ist seit 2003 auch in der Sommerzeit literarische Inselführerin auf Hiddensee und bietet seit letztem Jahr am  "Blauen Strandhaus" verschiedene Gartenlesungen zu Hans Fallada, Mascha Kaleko und anderen Berliner Schriftsteller:innen und Schauspieler:innen auf Hiddensee an, ebenso wie Kinderveranstaltungen und Strandlesungen. Dies alles ist zur Zeit nicht möglich - im April waren allein 27 verschiedene Veranstaltungen auf der Insel von ihr geplant...

Wir empfehlen das Buch "Mit Ringelnatz auf Hiddensee" (19,80 €), das auf einem ihrer 8 literarischen Insel-Spaziergänge beruht. Mit vielen Bildern, alten Fotos und neuen Forschungsergebnissen kann man mit Joachim Ringelnatz, Asta Nielsen, Gerhart Hauptmann unf Carl Zuckmayer auf der Künstlerinsel begleiten. Die "Künstlerkarte Hiddensee" (7,80 €) gibt mit Bildern der Pensionen und Sommmerhäuser, Gedichtauszügen und Kurzbeschreibungen einen guten Überblick, wer wo logierte, schrieb, malte, musizierte, liebte oder badete. Oder schreiben Sie mal wieder eine Postkarte von der "Künstlerinsel Hiddensee": 10 nostalgisch gestaltete Zitate-Postkarten von Mascha Kaleko, Joachim Ringelnatz, Gerhart Hauptmann, Asta Nielsen, Albert Einstein, Sigmund Freud, Thomas Mann, Palucca, OskarKruse/Lietzenburg und Klaus Mann gibt es. "Hiddensee war das geistigste alller deutschen Seebäder" - auf der großen Künstler-Collage-Postkarte (1,80 €) tummeln sich 41 namhafte Künstler aus den 1910er/1920er/1930er Jahren am Badestrand von Vitte, u.a. Billy Wilder, George Grosz, Else Lasker-Schüler, Friedrich Hollaender, die Stammgäste auf der Ostsee-Insel waren.

BUCH "MIT RINGELNATZ AUF HIDDENSEE" 
(4. Auflage Januar 2020) Autorin: Ute Fritsch
Gedichte und Geschichten, Bilder & Dokumente, Neurecherchiertes & Kurioses vom dichtenden Matrosen Ringelnatz, Asta Nielsen und ihrem Freundeskreis auf Hiddensee
Das 46-jährige "Uralt-Kind", der Dichter Joachim Ringelnatz, folgte 1929 der Einladung von Asta Nielsen, seiner Seelenfreundin auf die Insel Hiddensee. Hier verbrachte er die sonnenhellen Tage glücklich und in heiterster Gesellschaft mit der Schauspielerin und anderen Künstlerkollegen. Die schöne, stille Insel inspirierte ihn zu zauberhaften Gedichten, einem spielerischen geologischen Aufsatz und zu dem kaum bekannten Seemannsstück DIE FLASCHE. Viele Fragen werden in dem Buch beantwortet, u.a.: Wo trank und tanzte Ringel - Wo suchte er hier Bernsteine und fand nur Schnaps? Was dichtete er "selig töricht" über die Insel Hiddensee, Segelschiffe, Seepferdchen, Badegäste, Steine, Kindersand, Seemänner und schöne Frauen? Welche Streiche spielte der kleine schräge Sachse tagtäglich Asta Nielsen? Wie feierten der Stummfilmstar, H. George, P. Wegener und er den Hiddenseer Sommer? Was schrieb Ringelnatz im Drama "Die Flasche" für Asta? Wo war sein Lieblingshaus auf Hiddensee? 
Aber auch Ringels Haltung zum Rechtsruck am Ende der Weimarer Republik und seine deutlichen Warnungen vor dem aufziehenden Nationalsozialismus werden im Gegensatz zur politischen Haltung Gerhart Hauptmanns von der Autorin beleuchtet. Die Bild-Text-Dokumentation versammelt zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos von Asta Nielsen und Ringelnatz aus Privatnachlässen nebst Briefen, Dokumenten, Gelegenheitsgedichten aus dem Freundeskreis. Und auch der Maler Joachim Ringelnatz ist in diesem aufwendig illustrierten Buch zu entdecken. (ISBN 978-3931911393  19,80 €)