Schirmer/Mosel Verlag im Kunstbuchladen.

Irving Penn: Centennial (bis zum 1.7.2018 im C/O Berlin zu sehen) 68€

Der amerikanische Fotograf wurde bekannt durch zahlreiche Mode- und Porträt-Fotos. In seinem Spätwerk widmete er sich dem Stillleben. Das Werkverzeichnis zeigt einen begnadeten Fotografen, der Ungewöhnliches sichtbar macht und ein scharfes fotografisches Auge besitzt. Irving Penn (1917–2009) war einer der interessantesten und einflussreichsten Photographen des 20. Jahrhunderts. Er erfand die Ästhetik der Studio-Photographie neu und erschloss ihr unkonventionelle Themen und Motive erschloss. Dem breiten Publikum ist Penn vor allem als Modephotograph der Vogue bekannt geworden, für die er ab 1950 regelmäßig die Pariser Couture-Schauen besuchte. Die Aufnahmen, die er von dort mitbrachte, waren nicht in den feinen Salons der großen Couturiers entstanden, sondern in einem improvisierten Hinterhof-Atelier vor kahlen Wänden und ohne jedes dekorative Beiwerk. Ähnlich asketisch – dabei technisch und kompositorisch immer brillant – arrangierte er seine Stillleben, ob es sich um die Gourmet-Seiten der Vogue, eine Kosmetikwerbung oder freie Arbeiten mit Tierschädeln, weiblichen Akten oder Zigarettenkippen handelte. Nicht weniger berühmt und eigenwillig sind seine Portraits, für die er Prominente buchstäblich in die Ecke stellte, Eingeborene in Peru, Dahomey (Benin), Neuguinea und Marokko in einem tragbaren Zeltstudio ablichtete oder Kleingewerbetreibende, Arbeiter und Handwerker in Paris, London und New York vor seine Kamera holte. 
Anlass für dieses Buch ist der 100. Geburtstag des Künstlers, den das Metropolitan Museum of Art, New York, 2017 mit einer großen Retrospektive feiert. In enger Zusammenarbeit mit der Irving Penn Foundation kamen eine großartige Ausstellung und diese Monographie zustande, die mit rund 300 Photographien die bisher umfassendste Publikation zu Irving Penns Werk ist – ein unverzichtbares Kompendium für jeden, der sich für Penns erstaunlich vielfältiges und vielschichtiges Œuvre und für die Geschichte der Photographie im 20. Jahrhundert interessiert. (aus: Website von Schirmer/Mosel)

 

Ebenso spannend wie informativ ist das neue Buch von Laura Magni: Hinter der Kamera (White Star Verlag) 29,95€

Dieser Band präsentiert die großen Meister der Fotoreportage des 20. + 21. Jahrhunderts. Ihre Dokumentationen und Fotos sind manchmal so wie der Blick zurück auf die Vergangenheit.

Isabella Rossellini: Some of Me (Schirmer/Mosel Velag), 24,00€

Some of Me war und ist ein Glücksfall, nicht nur in der Gattung der Künstlermemoiren. Originell, provokant, sprühend vor Witz und entwaffnender Selbstironie gibt Isabella Rossellini eine ebenso amüsante wie inspirierende Vorstellung weiblicher Lebenskunst. Spielerisch hält sie die Balance zwischen den vielen Rollen ihrer Künstlerexistenz und ihres Privatlebens als Tochter, Schwester, Geliebte, Ehefrau, Muse und Mutter. Und meisterlich versteht sie mit der Lust und Last zu jonglieren, die ein Image bigger than life mit sich bringt.

Adolph Braun: Ein europäisches Photographie-Unternehmen (Schirmer/Mosel), 58,00 €

Der Nachlass verzeichnet Tausende von Glasplatten, mehr als 20.000 Kollodiumplatten, Hunderte alter Albuminpapierabzüge und zahlreiche Alben - das photographische Familienunternehmen Braun & Cie war eines der weitaus produktivsten und erfolgreichsten im Europa des 19. Jahrhunderts. Als ausgebildeter Zeichner arbeitete Adolphe Braun (1812-1877) zunächst für die elsässische Textilindustrie, bevor er sich 1854 der Photographie zuwandte. Schon ein Jahr später gelang ihm auf der Pariser Weltausstellung der Durchbruch mit einer mehr als 300 Photographien umfassenden Serie von Blumenstillleben. Die weit verbreiteten Aufnahmen dienten Textilgestaltern als Vorlagen und waren auch bei Dekorationsmalern und Zeichnern beliebt. Ab 1860 photographierten er und seine über 40 Mitarbeiter mit großformatigen Kameras die alpinen Landschaften und Städte der Schweiz - Gustave Courbet verwendete die Aufnahmen gelegentlich als Vorlagen für Gemälde. Neben Tierstudien, Architektur- und Landschaftsdarstellungen konzentrierte sich Braun zunehmend auf die Reproduktion von Kunstwerken; drei Jahrzehnte lang war er der erste offizielle Photograph des Louvre. (Website des Verlags)

Heinrich Zille: Das alte Berlin (Schirmer/Mosel) 29,80€

Heinrich Zille (1858-1929) hat sein Berliner Milljöh nicht nur mit spitzer Feder festgehalten, sondern auch in Hunderten von Photographien. Als gelernter Lithograph verfügte er über das nötige technische Wissen, und als ebenso passionierter wie genauer Beobachter nahm er wahr - und auf -, was der flüchtige Blick übersieht oder lieber ausblendet: die Zustände in den Berliner Armen - vierteln, Hinterhöfe, Bretterzäune und Müllhalden, die Destille an der Straßenecke, Kinderspielplätze und den Sonntagsrummel, das Treiben der Marktfrauen und Abbruchszenarien. Die frühesten Photographien gehen auf die Zeit um 1890 zurück. Zille, der seine Aufnahmen als Vorlagen für die Zeichnungen und graphischen Blätter verwendete, die ihn so populär machten, hatte als Photograph keine künstlerischen Ambitionen. Dafür sprechen schon seine Motive, die zu seiner Zeit alles andere als bildwürdig waren, und das Desinteresse, das seinen Photographien jahrzehntelang entgegengebracht wurde. Erst mit unserem 1975 erschienenen Buch Heinrich Zille - Photographien Berlin 1890-1910 wurde er als Pionier der sozialdokumentarischen Photographie und als einer der ersten Street Photographer der Photogeschichte entdeckt

und aus unserer Papeterie empfehlen wir Ihnen:

Der Tintenroller OHTO, 22,90€, Kaweco -Füller, Faber-Castell ab 32€ oder Briefpapiersets und Geschenkpapierbücher von Pepin Press.