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Andreas Lorenz: Nach dem Osten mit unbekanntem Ziel.

Der jüdische Kaufmann Hugo Lewandowski war ein wohlhabender Mann. Er besaß eine Manufaktur in Kaunas, eine Fabrik in Königsberg, später einen Tabakwaren-Großhandel in Berlin. Dann nahmen ihm die Nazis alles weg, demütigten ihn und setzten ihn als Zwangsarbeiter in einer Rüstungsschmiede ein. Es war der 33. Osttransport, mit dem sie ihn schließlich 1943 von Berlin-Moabit ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppten. Zurück blieben die beiden Kinder, die vergeblich auf seine Rückkehr warteten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand Hugo Lewandowski ebenso wie seine Schwester Erna aus dem Gedächtnis der Familie. Seine Kinder sprachen nicht über die Vergangenheit, sie wollten sie weit hinter sich lassen und sich unbeschwert einer besseren Zukunft widmen. 

Nun zeichnet der Enkel von Hugo Lewandowski, der Journalist Andreas Lorenz, den Lebens- und Todesweg seines Großvaters und dessen Schwester nach. Dieser führt ihn auch in den Prenzlauer Berg, genauer in die Schönhauser Allee und in die Husemannstraße, in der sich die letzte Wohnung von Hugo Lewandowski befand.

Großvater Hugo, eine Spurensuche, Studien und Dokumente zu Alltag, Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus 5
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783867323956
19,80 €inkl. MwSt.

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