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Mariette Navarro: Über die See.

Sie ist Kapitänin auf einem Containerschiff. Sie hat sich ihre Position, ihre Autorität, ihre Souveränität hart erkämpft. Dabei liegt ihr die Schifffahrt im Blut. Auch ihr Vater war lange Zeit Kapitän, fühlte sich, genau wie sie, an Land unsicherer als über den Tiefen des Ozeans.

Sie führt ihre zwanzig Matrosen geradlinig, mit klaren Anweisungen. Umso überraschter ist sie wohl selbst, als sie auf die Frage, ob die Matrosen schwimmen gehen dürfen, mit „Einverstanden“ antwortet. Kurzerhand wird der Motor gestoppt, die Radare ausgeschaltet und das Rettungsboot mit der Crew hinabgelassen. Während die Matrosen ausschwärmen und die Kapitänin sie von Deck aus beobachtet, verschiebt sich etwas, das nicht zu greifen ist.

Wieder an Bord, sind es einundzwanzig Crewmitglieder. Wieder unterwegs, verliert das Schiff unerklärlicherweise an Fahrt. Ohne erkennbare Sichtungen auf dem Radar geraten sie in einen dicken, alles umhüllenden Nebel. Und das Schiff hat einen eigenen Herzschlag.

Poetisch und vergleichbar mit der Tiefe des Marianengrabens schreibt Mariette Navarro über mysteriöse Ereignisse während der Überfahrt eines Frachters, von den Regungen seiner Kapitänin und deren Crew. Ruhig wie eine glatte Wasseroberfläche ohne Wind, intensiv wie Gewaltigkeit des Ozeans.

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783956145100
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