Wilson, Christopher: Guten Morgen, Genosse Elefant.

Endlich kehrt ein Genre zu den Lesern zurück, das immer das Komische in einer Tragödie meisterhaft erzählt. Der englische Autor Christopher Wilson hat einen Schelmenroman geschrieben, hervorragend von Bernhard Robben ins Deutsche übersetzt.
Der komische und naive Held ist der zehnjährige Juri, Sohn des Zoodirektors in der Hauptstadt des "großen sozialistischen" Landes. Das Land wird von dem großen Führer, Liebling des Volkes, regiert, von seinen „Feinden“ gefürchtet, vor allem von denen, die ganz unvermittelt vom großen Weisen zum Feind des Staates erklärt werden. So geschieht es fast mit Juris Papa, doch er wird nicht umgebracht, sondern in ein Lager gesteckt. Sohn Juri wird vom Großen Vater des sozialistischen Volkes zu seinem Vorkoster bestimmt. Juri erlebt das Leben am „Hof“ des Diktators und gerät in die Machtkämpfe und Intrigen der heuchelnden Minister und Bücklinge.

Christopher Wilson hat eine Posse über den Stalinismus geschrieben: brutal, unmenschlich, antisozialistisch – so wie es durch die Geschichte überliefert ist – mittels des Humors, der komischen Übertreibung und aus dem Blick des naiven Jungen Juri erzählt – und manchmal bleibt beim Lesen das Lachen im Hals stecken, wenn wieder in der Geschichte jemand bis zum Hals in der … steckt. Im Original heißt der Roman „The Zoo“: Juri lernt sehr schnell, daß im realen Leben im „Menschenzoo“ ein alter, kranker und menschenverachtender Elefant der „König der Tiere“ ist.

Wilson, Christopher
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG
ISBN/EAN: 9783462050769
19,00 €
Wilson, Christopher
Bastei Lübbe AG
ISBN/EAN: 9783785759189
20,00 €
Kategorie:
Romane