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Das Monster aus der Tiefe

Die Drachen-Bande

cbj
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783570218297
Sprache: Deutsch
Umfang: 224 S., mit s/w Vignetten
Format (T/L/B): 2 x 18.3 x 12.5 cm
Lesealter: 10-99 J.
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Die Drachenbande ermittelt Die Drachenbande, das sind Jan, Einstein, Marie und Julia. Das Baumhaus 'Drachennest' ist ihr Geheimversteck. Hier stecken die verschworenen Vier die Köpfe zusammen, um über rätselhaften Ereignissen in ihrer Heimatstadt Steiningen zu brüten. Denn: Mysteriöses, Spuk und dunkle Geheimnisse ziehen die Vier geradezu magisch an - und kein Fall ist ihnen zu heiß! Im Teufelssee soll ein Monster leben! Verschreckte nächtliche Besucher schwören Stein und Bein, ein glänzendes Etwas mit Helm und gewaltigen Armen sei dem Wasser entstiegen. Doch während die Presse sofort Spukgeschichten streut, wittert die Drachenbande ein handfestes Verbrechen und nimmt das rätselhafte Treiben am See genauer unter die Lupe.

Autorenportrait

Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig und lebt und arbeitet in Berlin. Schon seit Ende der 80er-Jahre hat er neben Drehbüchern für Filme und Serien immer wieder auch Romane und Geschichten geschrieben und veröffentlicht. Sein bisher größter Erfolg ist die »Laura Leander«-Reihe, die Kinder wie Erwachsene begeistert, die Bestsellerlisten stürmt, in neunzehn Sprachen übersetzt und in zweiundzwanzig Ländern weltweit veröffentlicht wurde. Florian Freund, bis vor kurzem noch Mitglied einer Rock-Band, verfasste zusammen mit seinem Vater die aufregenden Abenteuer rund um "Die Drachen-Bande".

Leseprobe

Das Monster aus der Tiefe Die Nacht war über Rock City hereingebrochen. Eine leichte Brise wehte durch die Schilfrohre am Ufer des Teufelssees und wiegte sie wie im Takt einer unheimlichen Melodie. Nebel waberte über das Gewässer. Schemenhafte Gestalten formten sich aus dem Dunst, um gleich wieder in den grauen Schleiern zu verschwinden. Aus der Ferne erklang der schaurige Ruf einer Eule. Das Strandbad lag am Nordufer des Sees, in einer kleinen Bucht abseits der Stadt. Tagsüber wimmelte es hier von Besuchern. Jung und Alt suchten Abkühlung von der schier unerträglichen Hitze, die seit Wochen über Steiningen lastete. Zu dieser mitternächtlichen Stunde jedoch war von dem täglichen Trubel nichts mehr zu spüren. Die unzähligen Buden lagen einsam und verlassen im fahlen Licht des Mondes. Die Liegewiesen waren verwaist wie die Schulhöfe zur Ferienzeit. Schwarz und träge schwappte das Wasser des Sees an den wie ausgestorben wirkenden Badestrand, und nichts deutete auf das unheimliche Geschehen hin, das Steiningen schon bald in Angst und Schrecken versetzen sollte. Auch das junge Liebespaar ahnte nichts von der Gefahr, in der es schwebte. Auf der Suche nach einem einsamen Plätzchen hatten die beiden es sich unter einer Weide auf einem großen Strandhandtuch bequem gemacht. Die jungen Leute hatten nur Augen für sich selbst, und so merkten sie nicht, dass sich der Nebel wie auf ein geheimes Zeichen hin lichtete. Das Wasser in Ufernähe begann zu glühen. Das unheimliche Leuchten wurde heller und heller. Silbrige Blasen stiegen aus der Tiefe empor. Zuerst nur ein paar, dann immer mehr und mehr, bis das Wasser wie in einem riesigen Kocher brodelte. Schaurig dumpfe Geräusche kamen vom Grund des Sees, als sei dort ein Urzeitmonster aus jahrhundertelangem Schlaf erwacht. Empört schnatternd schreckte eine Ente aus dem Schilf empor und flatterte geräuschvoll davon. Die Fischreiher, die in den Bäumen am Ufer nisteten, schwangen sich in die Lüfte und suchten panisch das Weite. Endlich bemerkte auch das einsame Pärchen, dass etwas nicht stimmte. Der Junge trug raspelkurze Haare und einen Ring in der Augenbraue. Verwundert richtete er sich auf und blickte aufs Wasser, als ihm auch schon ein unterdrückter Schreckenslaut entfuhr. Gleichzeitig begann er zu zittern. Seine Freundin dagegen erstarrte. Nur wenige Meter von ihnen entfernt löste sich eine Gestalt aus dem schwarzen Nass, wurde größer und größer, bis sich die unförmigen Konturen eines unheimlichen Wesens vor dem fahlen Mond abzeichneten. Es war riesig. Ein wahres Monstrum! Der silbrig glänzende Rumpf trug ein mächtiges Haupt, das aussah wie der Helm eines Außerirdischen. Die gewaltigen Arme endeten in großen Klauenhänden, die an die Greifer eines Roboters erinnerten. Als sich die monströse Gestalt aus dem Wasser löste und auf massigen Füßen zielstrebig auf das Handtuch zuschritt, schien es, als würde der Strand unter ihren Schritten erbeben. Wie versteinert saßen der Junge und das Mädchen da. Das Monster kam näher. Es war schon auf Reichweite herangekommen, als die beiden endlich reagierten. Während das Mädchen einen schrillen Schrei ausstieß, sprang der Junge auf und riss seine schreckensstarre Freundin hoch. Gerade noch rechtzeitig, bevor ihr Handtuch von einem gigantischen Fuß in den Sand gestapft wurde, gelang ihnen die Flucht. Wie von Dämonen gehetzt, stürmten die beiden zum Parkplatz. 'Los, komm schon! Lauf schneller!', schrie der junge Mann seiner Freundin zu, die wie eine Ertrinkende an seiner Hand hing. Erst als die Flüchtenden, schwer keuchend und völlig außer Atem, an ihrem Auto angelangt waren, wagten sie einen Blick zurück. Das Wesen war noch ein geraumes Stück entfernt, stapfte aber weiterhin zielstrebig hinter ihnen her und auf den Parkplatz zu. Mit angstvollem Blick starrte die junge Frau das Monster an. 'Was. was ist das, Toni?', flüsterte sie atemlos. 'Keine Ahnung.' Ihr Freund schluckte beklommen. 'Und ich bin auch gar nicht scharf darauf, das hera Leseprobe