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Meine Radreise um die Erde

Vom 2. Mai 1895 bis 16. August 1897 - Mit Karten

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783931965068
Sprache: Deutsch
Umfang: 320 S., 12 Illustr., mit Ktn
Format (T/L/B): 2.2 x 21.4 x 15 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Kürzlich aufgetaucht sind die Aufzeichnungen von Heinrich Horstmann, dem ersten Deutschen, der 1895 auf dem Fahrrad um die Welt fuhr. Nicht mal volljährig und gegen den Willen seiner Eltern schloss Horstmann eine notarielle Wette über 20.000 Mark ab: ohne einen Pfennnig starte er und käme doch vermögend wieder. Am 2.Mai 1895 begann sein waghalsiges Unterfangen mit 16 Kilogramm Gepäck - in den amerikanischen Südstaaten kamen Colts, die ,Winchester' und eine Machete hinzu. Ohne diese ,peacemaker' hätten seine Eltern ihn bestimmt nicht wiedergesehen. Von seinem sensationellem Bericht, den er vor mehr als hundert Jahren selbst publizierte, ist allein ein Exemplar erhalten. Wieder aufgelegt und ergänzt durch biographische Angaben, Presseberichte und Fakten, die er selbst verschwieg, ist dieses Buch die Erfolgsstory eines aufgeweckten und wagemutigen Jugendlichen. Der Leser wird verstehen, warum dieser junge Mann es in seinem weiteren Leben noch bis zur Achtzylinder-Horch-Limousine mit Chauffeur brachte. Zusatztext

Autorenportrait

Hans-Erhard Lessing, Jahrgang 1938, promovierte an der TU Berlin und ist apl. Professor der Universität Ulm. Nach Laser-Grundlagenforschung u.a. im kalifornischen IBM-Labor San Josè wandte er sich der Technikgeschichte zu und wirkte an Museen in Mannheim und Karlruhe. Seither publiziert er zur Mobilitätsgeschichte und deckte u.a. den Leonardo-Schwindel auf.

Leseprobe

ein leises Knirschen ertönte, ich fühlte wie sich das Rad schwer drehte und gleich darauf erfolgte ein Krach - der Konus war zerbrochen. Nun war die Sache bös, noch zehn Meilen war ich von Yuma entfernt und dazu war mein Wasservorrat zu Ende gegangen. Kurz entschlossen hob ich die ganze Maschine auf meinen Rücken und marschierte los. Anfangs ging die Sache ganz gut, aber die 25 Kilogramm auf dem Rücken schienen mir immer schwerer zu werden, dazu kam ein furchtbarer Durst, die Zunge klebte am Gaumen und obendrein noch hatte ich mir im Laufe des Tages meine Füße wund gelaufen, was ich jetzt erst recht fühlte. Dann und wann setzte ich das Rad für wenige Sekunden hin, um Atem zu schöpfen, zog mir die Schuhe und Strümpfe aus, nahm dann beim Mondschein den zerbrochenen Konus und die Kugeln aus dem Lager, setzte das Rad wieder in die Gabel und schob es nun ohne Konus und Kugeln weiter, mit bloßen Füßen auf dem Schienenstrange gehend. Und dann kam der Moment, wo ich nicht mehr weiter konnte, ich ließ mein Rad zu Boden fallen und sank daneben hin. Die Füße wund, die Zunge vom Durst fast geschwollen, eine bleierne Mattigkeit in allen Gliedern Ð so lag ich da am Boden um 12 Uhr nachts in ödester Gegend!

Schlagzeile

Ohne Geld um die Welt