LESUNG UND GESPRÄCH: Nele Pollatschek: Wie ich so glücklich wurde.
Nele Pollatschek ist wirklich nicht als Frohnatur geboren. Ihre Gene sind alle hochneurotisch und Resilienz ist ihr ein Fremdwort. Trotzdem muss sie eines Tages überrascht feststellen, dass sie glücklich ist. In Begegnungen mit Wissenschaftlern und Psychoanalytikern, mit Profifußballern, Selbstoptimierern, Sokratikern und Hinduisten geht sie der Frage nach: Wie konnte es so weit kommen?
Pollatschek erzählt von schlimmen Gedanken, die einem egal sein können, davon, warum Trigger-Warnungen Quatsch sind und Traumata besser als ihr Ruf, sie erzählt von Statistik und Konformismus, von Körpern und Seelen und dem Sehnen nach Gott. Vor allem erzählt sie, wie man glücklich wird, auch wenn man echt nicht dafür gemacht ist. Pollatschek nimmt uns mit auf eine wilde, kluge, evidenzbasiert komische Reise mit einem garantiert glücklichen Ende.
Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, promovierte in Oxford über das Problem des Bösen im literarischen Realismus. Ihr Debütroman "Das Unglück anderer Leute" (2016) wurde mehrfach ausgezeichnet. Es folgte das Sachbuch "Dear Oxbridge" (2020). 2023 erschien ihr Roman "Kleine Probleme", der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT. Sie war Kulturjournalistin des Jahres 2024 und erhielt den Deutschen Reporterpreis.
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