AUSVERKAUFT LESUNG & GESPRÄCH Dana Vowinckel: Anton und Alma. Moderation: Elisabeth Ruge.
Dana Vowinckel erzählt die Geschichte einer großen Liebe in einer zunehmend gespaltenen Welt. Von der Sehnsucht nach Aufrichtigkeit und Geborgenheit, von Trauer und Verlust, von Glauben und Zugehörigkeit - und von unser aller Versuch, dem Leben einen Sinn zu geben. Ein herzzerreißender, mutiger Roman darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein.
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren an derselben Universität - doch das ist auch schon alles, was sie verbindet. Anton entstammt einer Akademikerfamilie, Alma ist bei ihrer Mutter und ihrem lieblosen Stiefvater am östlichen Stadtrand aufgewachsen. Anton ist Jude. Alma nicht. Doch die beiden verlieben sich, ziehen zusammen, streiten und versöhnen sich, bis Anton nach New York geht, um dort seine Masterarbeit über die Massenkonversion der Chasaren zum Judentum zu schreiben. Alma bleibt allein zurück und sucht Halt in Antons Gemeinde. Erst die Ereignisse des 7. Oktober 2023 und des Gaza-Kriegs, die polarisierte Stimmung sowohl auf dem Campus als auch in seiner eigenen Familie lassen Anton zu Alma zurückkehren, bei ihr Trost und Zuflucht finden. Doch dann reißt ein tiefer Abgrund auf, und die Hoffnung auf Glück scheint ferner denn je.
Dana Vowinckel wurde 1996 in Berlin geboren und studierte Linguistik und Literaturwissenschaft in Berlin, Toulouse und Cambridge. Ihr gefeierter Debütroman Gewässer im Ziplock wurde mit dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger, dem Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet, für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, in mehrere Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Für Anton und Alma erhielt sie unter anderem das Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds. Sie lebt in Berlin.
Elisabeth Ruge geboren 1960, ist Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin. Sie studierte Anglistik, Amerikanistik und Slawistik in Frankfurt a.M., Moskau und in den USA. Nach ihrer Tätigkeit als Lektorin beim S. Fischer Verlag, gründete sie 1994 zusammen mit Arnulf Conradi und Veit Heinichen den Berlin Verlag. Verlegerisch betreute sie u.a. Ingo Schulze, Swetlana Alexijewitsch, Péter Nádas, Zeruya Shalev und Jonathan Littell. Ab 2011 baute sie die Berliner Dependance des Carl Hanser Verlages auf, die sie anschließend drei Jahre leitete. Heute betreibt sie ihre eigene Literaturagentur, die 2014 gegründete Elisabeth Ruge Agentur (ERA). Sie ist zudem als Übersetzerin und Autorin tätig.
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