Anthony McCarten: Going Zero.

Sie sind zu zehnt. Sie haben dreißig Tage. Wer bleibt unsichtbar?

Cy Baxter spielt ein Spiel: Gemeinsam mit den größten Geheimorganisationen und Nachrichtendiensten der USA, will er austesten, wie gut seine neusten Überwachungsspielzeuge funktionieren. Fünf Profis im digitalen Versteckspiel und fünf Normalos bekommen die Nachricht "Go Zero". Von da an müssen sie unerkannt bleiben, kein Datenbankabgleich darf sie erfassen, kein Algorithmus sie erkennen. Wer es schafft, binnen eines Monats unentdeckt zu bleiben, gewinnt drei Millionen Dollar. Werden hingegen alle zehn Zeros gefasst, springt für Baxter ein Milliardendeal mit der CIA heraus. Was er nicht weiß: nicht nur für ihn kann eine Niederlage den Ruin bedeuten, den es gibt eine Zero, für die weit mehr auf dem Spiel steht als ein Geldbetrag.

Man merkt dem Buch an, dass Anthony McCarten unter anderem Drehbücher verfasst. Die Story ist sehr filmisch, sehr rasant, dabei sind Beschreibungen nicht zu ausgedehnt. Die Lesenden können Twists erwarten und eine parallele Story, die an Brisanz mit dem Hauptplot mithalten kann. Eine Mischung aus Stephen Kings "Menschenjagd" und "Circle" bzw. "Every" von Dave Eggers. Eindrucksvoll konstruiert und gut recherchiert. Ein Pageturner, dessen Spielmechanismen erschreckend aktuell sind.


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