Friederike Mayröcker & Andreas Grunert: 1 Nervensommer.
Wir folgen einem Gedichtzyklus von Friederike Mayröcker und tauchen dabei in die Acrylbilder von Andreas Grunert ein (verschwommen und nebulös). Man fliegt ein bisschen hin und her, wie zwischen der Sonne ganz oben am Horizont und den Steinen hier unten, immer ganz dicht dran oder vielmehr ganz dicht drin in den Dingen, denn man hält sich auf, in den Bildern von Grunert und in der Sprache Mayröckers „und kannst du diesen VERKEHRT fliegenden Vogel sehen, ich meine als sei er eben angeschossen worden mitten im Flug und stürze sich jetzt herab“. Wir folgen diesem Vogelflug, ins Licht, in die Dunkelheit und immer weiter zu den weißen Flecken hin „1 Sturz oder Fall, der uns sehr erschrecken kann, wenn wir auf unebener Stecke plötzlich ins Straucheln geraten.“
Für alle Menschen, die in den Kosmos und die Sprache einer außergewöhnlichen Lyrikerin eintauchen wollen. Statt der Kälte des Winters hineinfliehen in den Nervensommer einer Seelenlandschaft, ganz intim im Zwiegespräch mit Text und Bild, Sonne und Steinen.