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Suche konnte nicht ausgeführt werden. Bitte versuchen Sie es später erneut.Chukwuebuka Ibeh: Wünschen.
Im Oktober war er da. Seine Ankunft war unangekündigt und unfeierlich (…) Und dann stand er da, in Badelatschen und mit einer quadratischen Plastiktasche über der Schulter.
Damit beginnt der Roman. Der Name dieses Mannes mit der Plastiktasche und den letzten Strahlen Sonne im Gesicht ist Aboy. Die erste Liebe des Protagonisten, und vielleicht sogar eine der Hauptfiguren des Romans.
Nigeria, in den 2010 er Jahren. Wir begleiten den Protagonisten Obiefuna auf seinem Weg zum Erwachsenwerden und machen an verschiedenen Stationen seines Lebens Halt. Folgen ihm an jene Orte, die für den jungen Obiefuna von besonderer Bedeutung sind. Da ist ein Friseursalon, ein Fußballplatz, wo ausgeblichenene Trikots und abgenutzte Fußballschuhe beschrieben werden, aber vor allem ist da auch der Lebensmittelladen seines Vaters. Dort, wo auch Aboy arbeitet, der zu Beginn dieses Romans also mit der Plastiktasche vor der Tür steht.
Als der Vater die beiden in einem ersten intimen Moment erwischt, kommt es zu einem Schammoment zwischen Obiefuna und seinem Vater - woraufhin dieser ihn in ein christliches Internat verbannt. Ein Ort, der von Gewalt und Machtmissbrauch geprägt ist, zwei Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen.
Zum Schluss des Buches verliebt sich Obfiefuna in einen kunstliebhabenden Farmer. Er ist doppelt so alt wie er und heißt Miebi. Er gerät immer an die falschen Typen und liebt dennoch hingebungsvoll. Hinter seinem Haus betrieb er eine kleine Farm mit mehreren Plastikwannen, in denen Welse unterschiedlicher Größe schwammen.
Obiefuna sagt an dieser Stelle, er hatte eigentlich nie das Gefühl gehabt, auf der Suche zu sein, aber jetzt verspürte er die seltsame Erleichterung, endlich etwas gefunden zu haben.
Doch dann wird ein Gesetz in Nigeria erlassen, das alles verändert, weil es gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellt. Am selben Morgen, an dem das Gesetz verabschiedet wird, liegen die Fische tot in der Wanne. Sinnbildlich für ein Land, in dem gleichgeschlechtliche Liebe noch immer verboten ist. Selbst heute noch, im Jahr 2024.
Der Roman endet schließlich damit, wie Obiefuna nach Hause zurückkehrt und der Vater ihm die Tür öffnet. Anfang und Ende schließen sich.
Übersetzt aus dem Englischen von Cornelius Reiber.