Meghan Nolan: Kleine Schwächen

Carmel ist siebzehn, frisch getrennt und ungewollt schwanger. Und das in einem kleinen Dorf in Irland. 
Um nicht Opfer eines Skandals zu werden, siedelt die Familie kurzerhand nach London um, doch das Unglück scheint sie zu verfolgen. Ein paar Jahre später wird Carmels Tochter Lucy bezichtigt, ein anderes Mädchen umgebracht zu haben. Das Opfer stammte aus gutem Hause und seine Eltern waren in der Gemeinschaft aktiv, während Lucys Familie arm, irisch und alles in allem verhaltensauffällig ist.

Gefundenes Fressen für den ehrgeizigen Journalisten Tom Hargreaves, der sich sofort auf den Fall stürzt. Polarisierende Gegensätze und klischeehafte Ausschmückungen sind ihm beim Schreiben treue Freunde. Denn nur wer skrupellos ist, kann es in seiner Branche weit bringen. Und dieser Fall könnte sein großer Durchbruch sein.

Clever und schonungslos schreibt Meghan Nolan über die psychologischen und strukturellen Einflüsse, die Menschen und Gemeinschaften formen und Leben zerstören können. Ein herrliches Porträt einer Familie mit „ganz gewöhnlichen kleinen Schwächen“ und einem ehrgeizigen Journalisten. 


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