Verena Boos: Die Taucherin.
Als Amalia Faller, die Ich-Erzählerin, sechs Jahre alt war, wohnten sie und ihr Vater Georg für ein halbes Jahr bei einer Familie im spanischen Valencia. Georg Faller (der jetzt langsam dement wird) verbrachte damals seine komplette Zeit in Archiven und forschte zum Heiligen Gral, während Amalia in der Familie als drittes Kind lebte und sofort beste und lebenslängliche Freundin mit der gleichaltrigen Marina wurde.
Gerade hat Amalia das Freundschaftsband bei einer riskanten Klettertour verloren, da bekommt sie die Nachricht, dass ihre Freundin Marina offenbar verschwunden ist und macht sich sofort auf den Weg nach Valencia, ihrer Sehnsuchtsstadt, in der sie regelmäßig eine völlig andere Person wird und auch in der anderen Sprache komplett neue Facetten von sich zeigen kann.
Sie verbringt Zeit in Marinas Wohnung und macht sich auf deren Spur, besucht die Mutter, die Nachbarin, versucht verzweifelt zu ergründen, warum und wohin Marina abgetaucht ist. Hat es mit der Umweltbewegung zu tun? Mit Mutter und Bruder? Einem mysteriösen Mann A.? Und gibt es eine Verbindung mit der plötzlichen Absage der ihr zugesagten Stelle am alten Institut von Amalias Vater in Valencia? Oder mit der Franco-Diktatur?
Hochgradig spannend und vielschichtig. Geht tief in die Geschichte Kataloniens hinein.
Bibliographie
Kategorie