Anne Sauer: Im Leben nebenan.

Zwei Möglichkeiten in Antonias Leben: die Toni, die sich nach sechs Jahren von ihrem Jugendfreund getrennt hat und schon länger mit Jakob zusammen ist. Als sich die beiden endlich dazu entschlossen haben, ein Kind zu wollen, will und will es nicht klappen. Toni ist in einer existentiellen Krise. Vielleicht ist es sogar besser, sich auch von Jakob zu trennen? Antonia wiederum wacht plötzlich an der Seite ihres Freundes Adam auf, in ihrem gemeinsamen Haus (Wie ist sie dahin gekommen? Ist sie wirklich nie aus dem gemeinsamen Dorf weggegangen?), mit einem Leben, welches ihr doch gar nicht gehört: wer sind die Leute in ihrem Telefonbuch? Was ist mit denen aus ihrem „echten“ Leben als Toni passiert? Und woher zum Henker kommt das Baby an ihrer Brust? Sie kann sich an nichts erinnern und ist extrem verzweifelt. Abwechselnd folgt die Leserin der jeweiligen Perspektive, wobei Antonia sich an das Leben als Toni und mit ihrem Partner Jakob erinnern kann, während Toni von Antonia nichts weiß. Raffiniert gebaut und sehr klug: die Vielfalt der Gefühle auf dem Weg eine junge Mutter zu sein.

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