Kat Eryn Rubik: Furye.

Einst war sie Alec. Vor nunmehr zwanzig Jahren, war sie eine der drei Furien. Mittlerweile ist sie eine erfolgreiche Musikmanagerin, ziert Cover von Business-Magazinen und hat alles - so scheint es. Doch sie fühlt nichts mehr, ist innerlich tot. Als ein Anruf ihr den letzten Rest Boden unter den Fußen nimmt, bricht sie aus ihrem Leben im Glanzlicht aus und reist zurück an den Ort, an dem Alles begann: die Stadt am Meer, in der sie ihre Jugend verbracht hat.

Im Wechselspiel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt Kat Eryn Rubik von einer Frau, die einmal ganz war und nun zerbrochen ist. Die versucht, zu heilen und aus diesem Grund ihre alten Tagebücher hervorholt und weiterschreibt. Denn ihre Geschichte ist noch nicht am Ende. Sie möchte wieder fühlen und lieben. Und sie möchte ihren Freundinnen von damals wieder nah sein. Sie möchte ihrer Jugendliebe das eine große Etwas offenbaren, das sie so viele Jahre verschweigen musste.

Mit Furye ist Rubik ein Sommerroman gelungen, der es in sich hat. So federleicht die Sprache auch ist, so schwer wiegen die Themen und Traumata der Tagebuchschreiberin. Doch geht sie ihren Weg, hat den Willen, wieder an die Oberfläche zu kommen, und weiterzumachen, zu leben. Denn manchmal passieren auch Wunder, vielleicht ja auch ihr.


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