Lucy Fricke: Das Fest.
Seinen 50. Geburtstag will Jakob auf keinen Fall begehen. Was soll es da schon zu feiern geben? Die beste Zeit liegt vermutlich hinter ihm und hoffentlich nicht mehr so viel vor ihm. Nur seine beste Freundin Ellen lässt er in die Wohnung und beginnt den großen Tag gemeinsam mit ihr um Mitternacht. Ellen darf Kuchen und Kerze mitbringen. Allerdings schenkt sie ihm auch eine Badehose. Und mit der beginnt der Reigen eines mehr als ereignisreichen Tages, an dem ihm seine Gefährten aus der Vergangenheit begegnen. Seine Ex-Freundin, sein Studienkollege und früherer Mitbewohner, seine Ersatzmutter, seine Kindergartenfreundin.
Über die Macht der Vergangenheit und den Zauber der Zukunft. „Trockenes Laub fiel mir auf Haar und Schultern, vor den Lokalen wurden alle Stühle reingeholt, anderswo Markisen ausgerollt. In den letzten Tagen vor Beginn des Herbstes hatte die Stadt ihre eigene ramponierte Schönheit, ausgelaugt und voller Wehmut. Erste Tropfen fielen. Ein pathetisches Wetter war das, und ich dachte: Je älter wir werden, desto mehr geht es um das, was wir verlieren können, weniger um das, was es zu gewinnen gibt“ (S. 125).