Matthias Jügler: Maifliegenzeit
"Feinfühlig und zugleich kraftvoll erzählt Matthias Jügler in diesem spannenden Roman davon, dass die Vergangenheit nie vorbei ist." Julia Schoch
Katrin und Hans erleben den schlimmsten Albtraum aller Eltern: Kurz nach der Geburt verlieren sie ihr erstes Kind in einem Krankenhaus in der Nähe von Halle, und auch ihre Beziehung zerbricht kurz darauf. Katrin hegt Zweifel an den Aussagen der Ärzte, während Hans davon nichts wissen will. Jahre später verstirbt Katrin an Krebs, und es wird deutlich, dass ihre Bedenken vielleicht berechtigt waren.
Auf seiner Suche nach Antworten, die ihn tief in die Vergangenheit der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Er kann alle seine Fragen bezüglich des vermeintlichen Todes seines Babys nicht vollständig klären, doch der Gedanke, in einem entscheidenden Moment komplett versagt zu haben, lässt ihn nicht los. Eines Tages klingelt das Telefon, und sein Sohn ist am Apparat.
Ein fesselnder Roman, dessen Handlungsverlauf immer wieder durchbrochen wird von wunderbar unkitschigen Naturbildern und Schilderungen der Angelausflüge, die Hans regelmäßig unternimmt, um sich sammeln und seine Selbstzweifel für einen Moment vergessen zu können.