Rosalind Brown: Die Übung
Wie Perlen auf einer zerbrechlichen Schnur reihen sich die Stunden eines einzigen Sonntags aneinander in Rosalind Browns meisterlicher Prosa "Die Übung" - ein Werk über jene flüchtigen Momente, in denen wir uns selbst begegnen. Die Oxford-Studentin Annabel schwebt im zarten Zwischenraum akademischer Pflicht und seelischer Freiheit – ihr Essay über Shakespeares Sonette wartet wie ein unvollendetes Gebet.
Mit ritueller Anmut bereitet sie ihren Tag: Der dampfende Tee wird zur Opfergabe an die Musen, das ausgeschaltete Telefon zum Versprechen temporärer Weltflucht. Doch wie oft zerrinnt unsere sorgfältigste Planung zwischen den Fingern der Zeit!
Die Menschen in Annabels Leben – diese Schattengestalten am Rande unserer sorgsam gebauten Einsamkeit – fordern ihr Recht auf Nähe. Ihre Gedanken beginnen zu wandern wie heimatlose Wolken, sexuelle Fantasien schleichen sich ein, gleich nächtlichen Besuchern durch unverschlossene Fenster. Und ihre zwei Alter Egos – der Gelehrte und der Verführer – entfalten ihre eigenen Geschichten in den verborgenen Kammern ihres Bewusstseins.
Browns Sprache schimmert wie Mondlicht auf stillem Wasser – klar und doch geheimnisvoll. Sie erkundet mit chirurgischer Zärtlichkeit die flüchtigen Momente, in denen wir uns selbst begegnen und zugleich verlieren, jenen schmalen Grat zwischen Kontrolle und Hingabe, auf dem wir alle balancieren.
"Ein literarisches Destillat des Bewusstseins – zart und kompromisslos zugleich, wie die Schönheit einer fallenden Schneeflocke, deren vollkommene Geometrie sich im Moment ihrer Betrachtung bereits auflöst."
Zur Abwechslung mal was anderes – diese Rezension wurde mithilfe einer KI im Stile von Shakespeare erstellt. Aber natürlich haben wir das Buch auch gelesen und können sagen: Es lohnt sich!
Wenn Sie also auch in die Welt von Shakespeares Sonetten eintauchen wollen, ist dieses Buch genau das Richtige!