Suzette Mayr: Der Schlafwagendiener

Baxter ist jung und hat einen großen Traum: Er möchte Zahnmedizin studieren. Doch ein solches Studium ist teuer, weshalb Baxter sich als Schlafwagendiener verdingt. Es ist nicht der schlechteste Job, doch auch nicht der leichteste. Als Schwarzer unter vorrangig weißen Personen, die zudem noch recht wohlhabend sind, muss er allerhand Rassismus und Erniedrigung über sich ergehen lassen.
Die Reise, die er in dieser Erzählung antritt, führt ihn innerhalb von vier Tagen einmal quer durch Kanada. Er hat immer etwas zu tun: Kojen hoch- bzw. herunterklappen, Schuhe putzen, Drinks besorgen und alle möglichen Wünsche erfüllen - auch wenn dazu gehört, sich durch Singen und Tanzen zum Clown zu machen. Nachts bleiben ihm nur wenige Stunden Schlaf, was dazu führt, dass er sich tagsüber kaum auf den Beinen halten kann. Und er beginnt, Dinge und auch Menschen zu sehen, die nicht da sind. Oder doch? Wahn und Wirklichkeit verschwimmen.
Und während die Schrullen der Passagiere in dem ihm zugewiesenen Abteil mehr und mehr für Eskalation sorgen, passiert am letzten Tag der Reise auch noch ein Unglück, welches alle Personen im Zug vor eine weitere Belastungsprobe stellt.
Der Roman ist eher ruhig, die Lesenden gleiten durch die Seiten wie der Zug über die Schienen. Doch wie gewohnt rumpelt es gelegentlich auch. Denn so still die Geschichte auch ist, so intensiv ist sie auch.


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