Tupoka Ogette: Trotzdem Zuhause.
Der Vater ist Tansanier und studiert in der DDR, die Mutter eine großgewachsene blonde, sehr schlanke Frau, ihre Partnerin klein und dick. Die Großeltern auf beiden Seiten lieben Tupoka abgöttisch. 1988/1989 wird der Ausreiseantrag der Mutter nach Westdeutschland genehmigt und Tupoka und ihre Mutter ziehen von Leipzig nach West-Berlin. Das in etwa ist die Gemengelage, von der aus Tupoka Ogettes Leben startet und in dem sie sich große Strecken ihres Lebens befindet, immer dazwischen, immer besonders, immer auffällig. Nie einfach.
Ein beeindruckendes Memoire über das Aufwachsen in einer Gesellschaft, in der man nie richtig dazugehört, über Alltagsrassismus, über nicht vorhandene Chancengleichheit, über Aufbruch, über die DDR und Westdeutschland, über das Erwachsenwerden und Leben als Frau.