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ISBN/EAN: 978-3-8260-2860-1
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2013
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Erschienen am:
03.09.2013
03.09.2013
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
388 S.
388 S.
Format (T/L/B):
3 x 23.5 x 15.5 cm
3 x 23.5 x 15.5 cm
Hersteller:
Verlag Königshausen & Neumann GmbH
Daniel Seger
info@koenigshausen-neumann.de
Leistenstraße 7
DE 97082 Würzburg
https://verlag.koenigshausen-neumann.de/
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Gewißheit versus Hypothese
Postmetaphysische Untersuchungen zur Philosophieauffassung bei Kant, Newton und Schopenhauer, Epistemata: Würzburger Wissenschaftliche Schriften, Reihe Philosophie 376, Epistemata - Würzburger wissenschaftliche Schriften 376, Reihe Philosophie
59,80 €
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Beschreibung
Die Arbeit stellt sich zur Aufgabe, die Philosophieauffassung Kants, Newtons und Schopenhauers in ihren Geltungsansprüchen kritisch zu betrachten und in Richtung auf ein hypothetistisches Metaphysik- und Wissenschaftsverständnis hin zu analysieren. Um Kants Wissenschaftsmetaphysik angemessen zu verstehen, ist es unerläßlich, seine werkschichtlichen Rezeptionsspuren zu Newton freizulegen. Kant philosophiert im methodischen Denkstrom der mathematischen Naturphilosophie Newtons. Doch die epochale Sonnenseite der Principia mathematica hat auch eine Schattenseite, und dieser Schatten fällt auch auf Kants Transzendentalphilosophie. Es ist Newtons Hypothesophobie, sein hypothesenfeindliches Wissenschaftsverständnis, zu dem sich auch Kant bekennt. Diese Hypothesenfeindlichkeit steht in einem eigentümlichen Gegensatz zu dem transzendentalhypothetischen Charakter von Kants Philosophie. Kant stellt seine streng wissenschaftliche Metaphysikgrundlegung zunächst als Hypothese dar. Dieses Hypothesenzugeständnis bleibt aber nicht die letztgültige Programmerklärung der Metaphysik. Vor dem Gerichtshof der reinen Vernunft nämlich hat Kant in puncto Gewißheit oder Hypothese sich selbst das Urteil gesprochen: Der hypothetische Anfangscharakter wird suspendiert, da alles, was bei der Grundlegung der Metaphysik als strenge Wissenschaft einer Hypothese nur ähnlich sieht, "verbotene Ware sei," die um jeden Preis zu beschlagnahmen sei. Schopenhauers Antwort auf Kants Vernunftmetaphysik dagegen ist die Formulierung einer hypothetischen Metaphysik auf empirischer Grundlage, die auf Apriorität und Apodiktizität ihrer Kernaussagen verzichtet. Im Gegensatz zu Kant wird bei Schopenhauer nicht Logik und Experimentalphysik, sondern Physiologie und Anthropologie zur Grundlage der Erkenntniskritik.
Über Andreas Lorenz
Andreas Lorenz, Studium der Philosophie, Germanistik und Slawistik in Bonn. Promotion bei Prof. Dieter Birnbacher mit vorliegender Arbeit. Seit 2002 am Institut für Philosophie der Universität WrocBaw (Breslau).