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ISBN/EAN: 978-3-311-10139-0
Einband: gebundenes Buch
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Originaltitel:
E. E.
Übersetzer:
Lothar Quinkenstein
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
2.9 x 21.1 x 13.4 cm

Hersteller:
Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
info@schoeffling.de
Kaiserstraße 79
DE 60329 Frankfurt am Mai


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Unser Tipp für Sie

Anfang des 20. Jahrhunderts ist Erna Eltzner gerade einmal 15 Jahre alt, als sie beim Essen mit der Familie ohnmächtig wird und ihr der Großvater erscheint. Seitdem hört sie fremde Stimmen und hat immer wieder Visionen, während sie schläft. Ihre Mutter, fasziniert davon, hält Scéancen ab, in denen Erna Kontakt zu Verstorbenen aufnimmt und an ihrer Stelle spricht.

Die Scéancen werden im Bekanntenkreis der Eltzners immer beliebter. Walter Frommer kommt hinzu, ein alter Freund der Familie, dessen Schwester ebenfalls bis zu einem gewissen Alter als Medium „arbeitete“. Außerdem Arthur Schatzmann, ein Arzt, der sich der westlichen Medizin verschrieben hat und keineswegs an Übersinnliches glaubt. Für ihn wird der Fall E. E., wie er ihn fortan nennt, zu einem potenziellen Dissertationsthema, Erna zum Objekt seiner Untersuchungen.

Olga Tokarczuk, 2019 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, erzählt von Bewusstem und Unbewusstem, von der Diskussion um die gerade erst vorgestellte Freud’sche Psychoanalyse, und allem voran von einer chaotischen Familie, in der alle eine Rolle spielen möchten, außer Erna, die in sich gekehrt ist und es mit der Pubertät eigentlich schon schwer genug hat. Tokarczuk erzählt von Glaubwürdigkeit und Unglaubwürdigkeit, von Sichtbarem und Unsichtbarem, und was passiert, wenn Phänomene, die nicht erklärbar sind, erklärt werden sollen.

 

Aus dem Polnischen übersetzt von Lothar Quinkenstein.

Beschreibung

Breslau 1908: Als eine der mittleren Töchter einer kinderreichen deutsch-polnischen Familie führt Erna Eltzner ein eher unauffälliges Leben. Alles ändert sich, als sie wenige Tage nach ihrem fünfzehnten Geburtstag am Mittagstisch ohnmächtig wird. Nicht nur hört sie Stimmen, auch ein Geist erscheint ihr. Frau Eltzner ist in heller Aufregung: Zeigen sich in ihrer Erna, der sie sich am nächsten fühlt von allen Kindern, die medialen Fähigkeiten, über die auch sie zu verfügen meint? Ernas Vater Friedrich Eltzner gehen die Belange seiner Kinder nicht wirklich etwas an. Doktor Löwe besucht die Kranke, wenngleich er für Übersinnliches wenig übrig hat, und rät, nach einem Exorzisten zu schicken. Der wundersame Walter Frommer wird zurate gezogen, seines Zeichens Okkultist und bewandert in esoterischen Belangen. Und Joachim Vogel, zweifellos ein Experte auf seinem Gebiet, der sehr modern über psychische Krankheiten denkt. Wenn Frau Eltzner nun zu Séancen lädt, herrscht feierliche Stille in der Wohnung. Tritt die Tochter mit den Seelen der Verstorbenen in Kontakt, ist die verwitwete Frau Schatzmann, die ihren Mann vermisst, ebenso fasziniert wie ihr Sohn Arthur, der ein großer Physiologe werden will. Handelt es sich um eine Gabe, oder ist Erna dem Wahnsinn verfallen, gar hysterisch? Die Fünfzehnjährige wird zum Phänomen, zum Fall E.E.

Leseprobe

'Die Leute wollen ständig irgendetwas Außergewöhnliches, sie brauchenWunder, brauchen den Wahnsinn '