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E. E.
Lothar Quinkenstein
17.09.2024
Deutsch
304 S.
2.9 x 21.1 x 13.4 cm
Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
info@schoeffling.de
Kaiserstraße 79
DE 60329 Frankfurt am Mai
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Unser Tipp für Sie
Anfang des 20. Jahrhunderts ist Erna Eltzner gerade einmal 15 Jahre alt, als sie beim Essen mit der Familie ohnmächtig wird und ihr der Großvater erscheint. Seitdem hört sie fremde Stimmen und hat immer wieder Visionen, während sie schläft. Ihre Mutter, fasziniert davon, hält Scéancen ab, in denen Erna Kontakt zu Verstorbenen aufnimmt und an ihrer Stelle spricht.
Die Scéancen werden im Bekanntenkreis der Eltzners immer beliebter. Walter Frommer kommt hinzu, ein alter Freund der Familie, dessen Schwester ebenfalls bis zu einem gewissen Alter als Medium „arbeitete“. Außerdem Arthur Schatzmann, ein Arzt, der sich der westlichen Medizin verschrieben hat und keineswegs an Übersinnliches glaubt. Für ihn wird der Fall E. E., wie er ihn fortan nennt, zu einem potenziellen Dissertationsthema, Erna zum Objekt seiner Untersuchungen.
Olga Tokarczuk, 2019 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, erzählt von Bewusstem und Unbewusstem, von der Diskussion um die gerade erst vorgestellte Freud’sche Psychoanalyse, und allem voran von einer chaotischen Familie, in der alle eine Rolle spielen möchten, außer Erna, die in sich gekehrt ist und es mit der Pubertät eigentlich schon schwer genug hat. Tokarczuk erzählt von Glaubwürdigkeit und Unglaubwürdigkeit, von Sichtbarem und Unsichtbarem, und was passiert, wenn Phänomene, die nicht erklärbar sind, erklärt werden sollen.
Aus dem Polnischen übersetzt von Lothar Quinkenstein.