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ISBN/EAN: 978-3-462-00849-4
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
04.09.2025
04.09.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
320 S.
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Format (T/L/B):
2.9 x 19.5 x 12.4 cm
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Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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produktsicherheit@kiwi-verlag.de
Bahnhofsvorplatz 1
DE 50667 Köln
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Unser Tipp für Sie
„‚Sie hat nie etwas getaugt’, sagte Api, der Vater meiner Mutter, zu Elisabeth, der Mutter meines Va-ters, als wir hinter dem Sarg Richtung Familiengrab gingen. Das sagte er wirklich, in diesem Moment.“, so heißt es auf Seite 23.
Die Mutter der Erzählerin hat sich das Leben genommen, mit 47 Jahren. Fast auf den Tag genau 33 Jahre später tötete sich auch die Schwester der Erzählerin selbst. Über diese hat Bettina Flitner bereits ein Buch geschrieben, mit dem sie zu einer Lesung u.a. in ihrer Heimatstadt Celle auftritt. In Celle schwappen alle Erinnerungen über ihr zusammen. Die Autorin schreibt die Familiengeschichte auf. Im schlesischen Wölfelsgrund betrieben die Urgroßeltern und nach ihnen die Großeltern ein Sanatorium, in dessen Umfeld auch die Mutter aufwuchs. Dann kamen der Krieg und die Vertreibung.
In schönem, teils gewitztem Ton erzählt Bettina Flitner die Geschichte einer deutschen Familie atemberaubend nach. Gleichzeitig lesen wir auch von der durch die Verhältnisse des Vaters und durch die Depressionen der Mutter wegbrechende Familie, mit der sich Bettina und ihre Schwester auseinander setzen müssen.
Beschreibung
Als Bettina Flitner für eine Lesung aus ihrem Buch 'Meine Schwester' nach Celle zurückkehrt - dorthin, wo vor 40 Jahren ihre Mutter beerdigt wurde -, springen sie mit unerwarteter Heftigkeit Fragen an, die sie lange von sich fern gehalten hatte: Fragen nach dem großen Unglück im Leben ihrer Mutter und nach einer Familienkatastrophe in einer fernen Zeit und in einem fernen Land. Und so begibt sich Bettina Flitner auf eine Reise voller Überraschungen und Entdeckungen in den Luftkurort Wölfelsgrund im ehemaligen Niederschlesien, dem heutigen Miedzygórze, wo ihre Vorfahren bis zur dramatischen Flucht 1946 ein Sanatorium besessen und geleitet haben. Aus den Erlebnissen ihrer Reise ins heutige Polen, den Tagebüchern und Dokumenten ihrer Familienmitglieder und ihren eigenen Erinnerungen an das Leben ihrer Mutter erschafft Bettina Flitner nicht weniger als ein literarisches Meisterwerk, einen hochspannenden Familienroman, der zugleich eine nachgetragene Versöhnung mit der eigenen Mutter ist und die erlösende Kraft des Erinnerns und des genauen Erzählens demonstriert.
Über Bettina Flitner
Bettina Flitner ist 1961 in Köln geboren, wo sie auch heute wieder lebt. Sie startete als Filmemacherin, arbeitet aber nach ihrem Studium an der Film- und Fernsehakademie in Berlin als Fotografin. Oft kombiniert sie in ihren Arbeiten, die in vielen Galerie- und Museumsausstellungen gezeigt wurden, Fotografie und Text. Sie arbeitet u. a. für Zeitschriften und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Zuletzt erschien bei Kiepenheuer & Witsch 'Meine Schwester'.