Details
ISBN/EAN: 978-3-7861-2664-5
Einband: gebundenes Buch
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Herausgeber:
Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München
Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München
Auflage:
1. Auflage 2012
1. Auflage 2012
Erschienen am:
25.05.2012
25.05.2012
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
380 S., 350 Fotos
380 S., 350 Fotos
Format (T/L/B):
3 x 24.5 x 18 cm
3 x 24.5 x 18 cm
Hersteller:
Mann, Gebr. Verlag
kkarbstein@reimer-verlag.de
Berliner Straße 53
DE 10713 Berlin
Mann, Gebr. Verlag
kkarbstein@reimer-verlag.de
Berliner Straße 53
DE 10713 Berlin
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Vom Ledigenheim zum Boardinghouse
Bautypologie und Gesellschaftstheorie bis zum Ende der Weimarer Republik - Studien zur Architektur der Moderne und industriellen Gestaltung 1
Beschreibung
Vom Wohlfahrtsinstrument zum radikalen Avantgardebau mit Manifestcharakter: Im Wandel des Bautyps 'Ledigenheim' spiegeln sich zentrale Vorstellungen der Moderne, die auf der Suche ist nach der 'Neuen Wohnung' eines 'Neuen Menschen ' in einer 'Neuen Zeit'. Die Bauaufgabe Ledigenheim tritt ab etwa 1850 als Reaktion auf sehr spezielle ökonomische und gesellschaftliche Konstellationen in Erscheinung. Gerade diese ändern sich mit dem beginnenden 20. Jahrhundert drastisch - und damit auch die Gestaltung der einzelnen Ledigenheimgebäude. Anfangs von der Industrie zur Beherbergung von Arbeitskräften errichtet, geht die Entwicklung über Versuche im Umfeld der Wohnungsreformbewegung, der Gartenstadtbewegung oder des Expressionismus hin zu echten Programmbauten der klassischen Moderne. Da deren Hauptprotagonisten sich den großstädtischen, nomadenhaften, von Ort, materiellem Ballast, familiärer und nationaler Bindung losgelösten und befreiten Menschen als zeitgemäß zurechtgelegt hatten, rückt der Bautyp unverhofft in den Brennpunkt der Architekturdebatte. So thematisieren Hans Scharoun, Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe Ledigenheimbauten, als ihnen auf international beachteten Ausstellungen in Breslau, Paris oder Berlin die Möglichkeit zur großangelegten Selbstdarstellung gegeben war.
Über Markus Eisen
Markus Eisen studierte Kunstgeschichte, Philosophie sowie Neuere und Neueste Geschichte in München. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Architekturmuseum der TU München. Kuratierung mehrerer Ausstellungen.