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15.04.2025
80 S.
1 x 19.5 x 12.4 cm
Kjona GmbH
gpsr@kjona.eco
Zweibrückenstraße 3
DE 80331 München
Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen
Von der Autorin des Bestsellers 'Die Wut, die bleibt'
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Unser Tipp für Sie
Mareike Fallwickls eindrucksvolles Plädoyer steht für einen neuen, inklusiven Feminismus, der alle Geschlechter, alle Menschen einschließt und gleichermaßen befreit.
Dafür braucht es ihrer Ansicht nach Männer, die ihr Verhalten und ihre Verantwortung in unserer Gesellschaft reflektieren. Männer, die in der Lage sind, nicht nur Wut, sondern auch andere Gefühle zu zeigen, die Empathie leben und zu Verbündeten der Frauen werden.
“Wie können Männer lernen, sich zu öffnen, die Maske der Gleichgültigkeit abzulegen, die das Patriarchat ihnen aufzwingt?” (Seite 8)
Genau hier setzt Mareike Fallwickl an. Wir müssen uns von den üblichen Rollenbildern lösen, denn wir brauchen einen neuen Feminismus, den wir schon an unsere Kinder weitergeben können. Der nicht nur Frauen guttut, sondern allen Geschlechtern in unserer Gesellschaft. Erziehung sei der Schlüssel dazu, schreibt sie.
„Die Sozialisation von Jungen ist allgegenwärtig, überwältigend stark, manipulativ, emotional grausam und wirkungsvoll. Die Möglichkeit, anders zu sein, sich dem System zu entziehen, ein Schlupfloch zu finden, gibt es nicht. Wer es versucht, wird abgestraft, zum einen von der Vätergeneration, deren Tyrannei ihren Söhnen gegenüber von uns allen toleriert wird, zum anderen von Gleichaltrigen, aber auch von den Müttern. Um zu überleben, müssen Jungen zu den Männern werden, die wir im Patriarchat haben wollen. Um zu überleben, müssen sie alles Sanfte ablegen, sich dem Drill beugen und mitmachen. Ja, Männer haben eine Vormachtstellung in unserer aktuellen Gesellschaftsform. Aber sie haben sich nicht aktiv dafür entschieden. Sie sind ins Patriarchat hineingeboren worden, sie sind zu diesen Männern gemacht worden. Und zwar von uns. Sich diese Verstrickung bewusst zu machen, ist für einen Feminismus des Miteinanders essenziell“ (S. 23).
"Der Feminismus braucht neue, zugewandte und liebende Männer", so schreibt Fallwickl versöhnlich am Ende ihres sehr lesenswerten Essays!