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ISBN/EAN: 978-3-96445-141-5
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
368 S.
Format (T/L/B):
3.8 x 24.8 x 17.5 cm

Hersteller:
avant-verlag GmbH
service@avant-verlag.de
Weichselplatz 3-4 HH
DE 12045 Berlin


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Schweigen

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026

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Unser Tipp für Sie

„Nie wieder ist jetzt! Nunca más.“, so beendet Birgit Weyhe auf Seite 364 ihres neuen Comicromans „Schweigen“ ihr Nachwort. Entgegen dem Titel ist dieses Buch ein Aufruf, aus der deutsch-argentinischen Geschichte zu lernen und eben nicht zu schweigen.

Ellen Marx ist als deutsche Jüdin 1939 nach Argentinien emigriert, ihre Familie hat sie nie wieder gesehen. 40 Jahre später sucht sie als eine der „Mütter der Plaza de Mayo“ nach ihrer Tochter Nora. Außerdem lernen wir Elisabeth Käsemann kennen. Sie studiert in den 1970er Jahren in Buenos Aires und politisiert sich in Studentenbewegungen. Sie verschwand und wurde Opfer der Militärjunta.

Weyhe hat das Buch in vier Abschnitte unterteilt, in denen zu Beginn die verschiedenen Bedeutungen von „Schweigen“ auf die kommende Handlung vorbereiten. Erinnern, Beschweigen, Verschweigen und Weiterleben. Sie erzählt die Lebensgeschichten der zwei Frauen und ordnet diesen dann Hintergrundinformationen zu. Diese besondere Aufteilung des Buches macht Weyhes Comicroman zu einem vielschichtigen Werk gegen das Schweigen.

Beschreibung

Als Folge von Diktatur und Unterdrückung wird in den meisten Ländern geschwiegen - was die Täter schützt und das Gedenken an die Opfer verblassen lässt. Die Graphic Novel Schweigen erinnert an zwei Frauen und ihre Schicksale. Zum einen Ellen Marx, die als 17-jährige deutsche Jüdin im Frühjahr 1939 nach Buenos Aires emigriert. Ellens gesamte Familie kommt im Holocaust um. In den 1970er Jahren wiederholt sich Ellens Diktaturerfahrung auf tragische Weise: Ihre Tochter Nora verschwindet während der grausamen argentinischen Militärdiktatur. Zum anderen Elisabeth Käsemann: Sie gehört zur deutschen Nachkriegsgeneration, die sich innerhalb der Studentenbewegung politisiert. Ab 1969 studiert sie in Buenos Aires und engagiert sich in den Armenvierteln der Stadt. 1977 wird sie verhaftet, in das Folterlager El Vesubio verschleppt und ermordet. Das Auswärtige Amt schweigt dazu, da wirtschaftliche Interessen und die bevorstehende Fußball-WM in Argentinien wichtiger erscheinen.