Andreas Lorenz: Nach dem Osten mit unbekanntem Ziel.

Der jüdische Kaufmann Hugo Lewandowski war ein wohlhabender Mann. Er besaß eine Manufaktur in Kaunas, eine Fabrik in Königsberg, später einen Tabakwaren-Großhandel in Berlin. Dann nahmen ihm die Nazis alles weg, demütigten ihn und setzten ihn als Zwangsarbeiter in einer Rüstungsschmiede ein. Es war der 33. Osttransport, mit dem sie ihn schließlich 1943 von Berlin-Moabit ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppten. Zurück blieben die beiden Kinder, die vergeblich auf seine Rückkehr warteten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand Hugo Lewandowski ebenso wie seine Schwester Erna aus dem Gedächtnis der Familie. Seine Kinder sprachen nicht über die Vergangenheit, sie wollten sie weit hinter sich lassen und sich unbeschwert einer besseren Zukunft widmen. 

Nun zeichnet der Enkel von Hugo Lewandowski, der Journalist Andreas Lorenz, den Lebens- und Todesweg seines Großvaters und dessen Schwester nach. Bei seinen Recherchen stieß er auf Opfer und Täter, auf Widerstandskämpfer und auf Industrielle, die mit den Nazis gemeinsame Sache machten.

09.11.2021 - 20:00
Georg Büchner Buchladen, Wörther Straße 16, 10405 Berlin
VVK 10€, AK 12€
Lorenz, Andreas
Lukas Verlag
ISBN/EAN: 9783867323956
19,80 € (inkl. MwSt.)
Andreas Lorenz
Lukas Verlag
ISBN/EAN: 9932307000111
10,00 € (inkl. MwSt.)