Ausstellung und Buchvorstellung „fluchtzeiten – 25 Jahre Deutsch-Kaukasische Gesellschaft“

  • Ekkehard Maaß: vier Antikriegslieder von Bulat Okudschawa
  • Wolfgang Thierse im Gespräch mit Ekkehard Maaß: Von den Tschetschenienkriegen zum Krieg in der Ukraine
  • Vorstellung des Romans Das mangelnde Licht von Nino Haratischwili 

Das Buch "fluchtzeiten" und die von Bettina Kubanek gestaltete Ausstellung geben einen Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation im Kaukasus und zeigen die Kontinuität der Putinschen Politik von den Tschetschenienkriegen bis zum Krieg in der Ukraine. Buch und Ausstellung wurden gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Zur Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft:

Es ist das wichtigste Anliegen der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, die vom übrigen Europa zu Unrecht stiefmütterlich behandelten kaukasischen Völker, ihre dreitausendjährige Geschichte, ihre Kunst und Tradition, aber auch ihre aktuelle soziale und politische Situation im deutschsprachigen Raum bekanntzumachen und zur Rettung ihrer Kulturen beizutragen. 

Gegründet wurde die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft 1996 von Ekkehard Maaß als Reaktion auf die russischen Kriegsverbrechen im Ersten Tschetschenienkrieg. Sie wollte mit der Organisation von Podien, Konferenzen, Gesprächen mit Politikern, Bundestagsabgeordneten, russischen Menschenrechtlern wie Sergej Kowaljow, Anna Politkowskaja oder den Soldatenmüttern Russlands zu einer friedlichen Konfliktlösung beitragen. Ekkehard Maaß war und ist es wichtig, dass bei solchen Gesprächen über ihr politisches Schicksal stets auch demokratische Vertreter Tschetscheniens als unmittelbar Betroffene dabei sind.

Inzwischen ist die DKG mit ihren politischen, interkulturellen und humanitären Projekten aus Berlin nicht mehr wegzudenken. Seit vielen Jahren besteht ihre Hauptarbeit in der ehrenamtlichen Beratung und Unterstützung von Geflüchteten in ihren Asylverfahren und bei der sozialen Integration. Weil Ekkehard Maaß großes Vertrauen sowohl bei den tschetschenischen Migranten als auch den deutschen Behörden genießt, ist er ein erfolgreicher Vermittler.

calendar_clock Datum & Zeit
08.06.2022 19:30
-
22:00 Uhr
pin_drop Veranstaltungsort

Georg Büchner Buchladen, Wörther Straße 16, 10405 Berlin
Deutschland

sell Eintrittspreis
7 €
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fluchtzeiten
Ekkehard Maaß
fluchtzeiten
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft: Geschichte - Kultur - Religion - Politik - Flüchtlinge
EAN: 978-3-86732-393-2
Als das tschetschenische Kindertanzensemble 'Daimokh' 2002 in der Akademie der Künste auftrat, war das Publikum hingerissen von der Kraft und künstlerischen Leistung der Kinder, die auf den Scherben der Stadt Grosny für die Konzerte in Berlin und Düsseldorf trainiert hatten. Manche Besucher erfuhren hier zum ersten Mal, dass es ein Land Tschetschenien gibt! Vor diesem Hintergrund ist es das wichtigste Anliegen der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft, die vom übrigen Europa zu Unrecht stiefmütterlich behandelten kaukasischen Völker, ihre dreitausendjährige Geschichte, ihre Kunst und Tradition, aber auch ihre aktuelle soziale und politische Situation im deutschsprachigen Raum bekanntzumachen und zur Rettung ihrer Kulturen beizutragen. Gegründet wurde die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft 1996 von Ekkehard Maaß als Reaktion auf die russischen Kriegsverbrechen im Ersten Tschetschenienkrieg. Sie wollte mit der Organisation von Podien, Konferenzen, Gesprächen mit Politikern, Bundestagsabgeordneten, russischen Menschenrechtlern wie Sergej Kowaljow, Anna Politkowskaja oder den Soldatenmüttern Russlands zu einer friedlichen Konfliktlösung beitragen. Ekkehard Maaß war und ist es wichtig, dass bei solchen Gesprächen über ihr politisches Schicksal stets auch demokratische Vertreter Tschetscheniens als unmittelbar Betroffene dabei sind. Inzwischen ist die DKG mit ihren politischen, interkulturellen und humanitären Projekten aus Berlin nicht mehr wegzudenken. Seit vielen Jahren besteht ihre Hauptarbeit in der ehrenamtlichen Beratung und Unterstützung von Geflüchteten in ihren Asylverfahren und bei der sozialen Integration. Weil Ekkehard Maaß großes Vertrauen sowohl bei den tschetschenischen Migranten als auch den deutschen Behörden genießt, ist er ein erfolgreicher Vermittler. Das Buch stellt die wichtigsten Projekte der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft vor. Es gewährt Einblick in eine landschaftlich und ethnisch differenzierte Region, die Europa sehr bereichert.

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