AUSVERKAUFT! LESUNG und GESPRÄCH Volker Weidermann: Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens.

»Ich muss mich auf Wunder verlassen«: Mascha Kalékos Deutschlandreise

Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit – verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann.

Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt – von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land.

Volker Weidermann schreibt über ein einzelnes Jahr und zeigt darin ein ganzes deutsch-jüdisches Leben. Es ist die Geschichte einer Dichterin, in deren Humor, Esprit und Melancholie wir uns selbst erkennen.

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, ist Journalist und Autor. Er war Gastgeber des Literarischen Quartetts im ZDF. Nach Stationen bei der FAS und beim SPIEGEL leitet er seit 2021 das Feuilleton der Zeit. Er ist Autor zahlreicher Bücher, u. a. "Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft", "Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen" und "Mann vom Meer. Thomas Mann und die Liebe seines Lebens". Volker Weidermann ist Herausgeber der Reihe "Bücher meines Lebens".

calendar_clock Datum & Zeit
Beginn:
08.10.2025 20:00 Uhr
pin_drop Veranstaltungsort

Georg Büchner Buchladen, Wörther Straße 16, 10405 Berlin
10405 Berlin
Deutschland

sell Eintrittspreis
VVK bis 19 Uhr am Tag der Veranstaltung: 13€, AK ab Einlass 19.30 Uhr: 15€
book_2
Jenny Erpenbeck über Christine Lavant
Jenny Erpenbeck
Jenny Erpenbeck über Christine Lavant
Bücher meines Lebens 5
EAN: 978-3-462-00468-7
'Menschen können gut ohne Gedichte sein, aber ein Gedicht nicht ohne Menschen.' Wie kann es sein, dass eine Strickerin aus dem Lavanttal in Kärnten zu einer der größten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts wird? Jenny Erpenbeck lässt uns an ihrer Faszination für Christine Lavant (1915-1973) teilhaben, deren Gedichte sie zum ersten Mal liest, als sie Mitte der Neunziger in Graz lebt. An der Faszination für eine Frau, die sich durch ihre Lesewut, Sensibilität und Klugheit aus dem elenden Dasein, das ihr durch Krankheit und Armut vorgezeichnet war, herausgeschrieben hat. Christine Lavants tiefgründiger Wahrnehmung des eigenen Leidens steht das zornige Fragen nach dem abwesenden Gott gegenüber, ihrem Stolz als Dichterin die Bescheidenheit der persönlichen Existenz, der Einsamkeit einer Außenseiterin ein unbändiger Humor. Befreundet mit Thomas Bernhard und den Lampersbergers, im Briefwechsel mit Martin Buber und Hilde Domin, in ihrer Liebe zum Maler Werner Berg ist sie zeit ihres Lebens eng verbunden mit Künstlern und Denkern, die in ihr, jenseits der Äußerlichkeiten ihrer zufälligen Existenz, die große Autorin und den warmherzigen Menschen erkennen und schätzen. Ein kraftvoller, ein poetischer Essay, der anschaulich macht, dass eine fremde Welt, die uns durchs Lesen aufgeschlossen wird, immer auch unsere eigene ist.

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

20,00 €