Asako Yuzuki: Tokyo Girls Club.

Eriko ist schön, clever und ehrgeizig. Doch ist sie auch einsam. Sie lebt mit Anfang dreißig nach wie vor bei ihren Eltern und hat keine Freundinnen. Dabei würde sie sich so gern einmal den Zeitarbeiterinnen in ihrer Firma anschließen und mit ihnen den ein oder anderen Mädelsabend verbringen. Stattdessen verliert sie ihr Herz an die kleine Internetbekanntheit Heilbutt, mit echtem Namen Shoko, die einen Blog betreibt und damit kokettiert, eine faule Hausfrau zu sein.

Auch Shoko ist, abgesehen von ihrem Mann, eine Einzelgängerin. Als Landei in Tokio hat sie nie Anschluss gefunden, dabei bewundert sie die anderen Mombloggerinnen und würde sich gern vielmehr mit ihnen austauschen.

Als beide Frauen sich begegnen, ist es geradezu magisch. Die Gegenwart der jeweils anderen beflügelt sie. Alles, was sie sich von einer Frauenfreundschaft erhofften, scheint wahr zu werden. Endlich sind sie die Frauen, von denen alle längst erwarten, dass sie es sind. Doch viel zu schnell kippt das Ganze. Die Freundschaft wird einseitig und vor allem Eriko zeigt Verhaltensauffälligkeiten. Aber auch Shoko birgt Charakterzüge, die niemand bei ihr vermuten würde.

Im neuen Roman der Autorin von "Butter", spielt Asako Yuzuki einmal mehr den den Abgründen der eigenen Psyche, die genau da lauern, wo man sie am liebsten gut versteckt halten möchte - für niemanden sichtbar, aber immer drohend und lauernd.


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