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ISBN/EAN: 978-3-328-10934-1
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
379 S.
Format (T/L/B):
2.7 x 18.8 x 11.9 cm

Hersteller:
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
Neumarkter Straße 28
DE 81673 München


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Unser Tipp für Sie

Schon die ersten Seiten lesen sich wie ein Paukenschlag. Wie ein langes Gedicht.
Ostberlin 1986.
Zur Musik des Brahms‘schen Requiem und desjenigen von Mozart lernen sich Katharina und Hans kennen. Sie ist 19, er Anfang 50, hat Familie und bereits ein Verhältnis. Er ist Schriftsteller, sie in der Setzer-Lehre. Hans und Katharinas Eltern bewegen sich im intellektuellen Milieu der DDR.
Bachs Musik, Brechts Gedichte, Hanns Eislers Texte verbinden sie, genauso wie die Figuren der griechischen Mythologie. Kairos ist der Gott des glücklichen Augenblicks. Er habe, „so heißt es, vorn über der Stirn eine Locke, einzig an der kann man ihn halten. Ist aber der Gott erst einmal auf seinen geflügelten Füßen vorübergeglitten, präsentiert er einem die kahle Hinterseite des Schädels, blank ist die und nichts daran ist mit Händen zu greifen“ (S. 8) Irgendwann, Katharina ist in Frankfurt/Oder am Theater, kommt die Beziehung ins Rutschen.
Mit aller Kraft zieht der Strudel sie in den Abgrund.
Zwei Kisten hinterlässt Hans ihr, mit zahlreichen Aufzeichnungen und Erinnerungsstücken. In dieser Struktur schreibt die geniale Jenny Erpenbeck die Geschichte dieser komplexen (toxischen) Beziehung auf und verwebt diese überaus kunstvoll mit den Wirklichkeiten des untergehenden Staates DDR. Die Geschichte eines in jeder Hinsicht doppelten Spiels.

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Beschreibung

'Eine der größten lebenden Erzählerinnen, die (nicht nur) wir haben.' Andreas Platthaus, FAZ Die neunzehnjährige Katharina und Hans, ein verheirateter Mann Mitte fünfzig, begegnen sich Ende der achtziger Jahre in Ostberlin, zufällig, und kommen für die nächsten Jahre nicht voneinander los. Vor dem Hintergrund der untergehenden DDR und des Umbruchs nach 1989 erzählt Jenny Erpenbeck in ihrer unverwechselbaren Sprache von den Abgründen des Glücks - vom Weg zweier Liebender im Grenzgebiet zwischen Wahrheit und Lüge, von Obsession und Gewalt, Hass und Hoffnung. Alles in ihrem Leben verwandelt sich noch in derselben Sekunde, in der es geschieht, in etwas Verlorenes. Die Grenze ist immer nur ein Augenblick.'Erpenbecks beklemmende Entfaltung einer Amour fou, die mit dem Untergang des Staates synchronisiert wird, entwickelt einen beispiellosen Sog. Es ist ein großer, schöner und grausamer Liebesroman, der zu Recht ausgezeichnet worden ist.' Adam Soboczynski, Die Zeit 'Jenny Erpenbeck erzählt in Kairos von der existentiellen Verlorenheit einer ganzen Generation.' Maike Albath, Deutschlandfunk Büchermarkt'Erpenbeck demonstriert in Kairos ihre sprachlichen und literarischen Qualitäten.' Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Über Jenny Erpenbeck

Jenny Erpenbeck, geboren 1967 in Ost-Berlin, debütierte 1999 mit der Novelle 'Geschichte vom alten Kind'. Es folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman 'Aller Tage Abend' wurde von Lesern und Kritik gleichermaßen gefeiert und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Independent Foreign Fiction Prize. Für 'Gehen, ging, gegangen' erhielt sie u. a. den Thomas-Mann-Preis. 2017 gewann Jenny Erpenbeck den Premio Strega Europeo und wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ihr letzter Roman 'Kairos.' wurde 2022 mit dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet, und soeben ist ihr Werk mit dem Internationalen Stefan-Heym-Preis 2023 gewürdigt worden.