Unser Tipp für Sie
In sieben Kapiteln zeigt der Rostocker Soziologe Steffen Mau („Lütten-Klein“ und „Triggerpunkte“) auf, wie die geteilte Geschichte Ost- und Westdeutschlands in (Sozial-)Strukturen und Identitäten und in der politischen Kultur nachwirkt und warum der Osten Deutschlands auf längere Sicht anders bleiben wird. – Und warum nur eine Anerkennung dessen den Weg zu neuen Lösungen frei machen wird. Durch die Analyse verschiedener Konflikt- und Problemlagen gelangt Steffen Mau zu dem Vorschlag, in Ostdeutschland mit neuen Formen der Demokratie zu experimentieren und nach Wegen zu suchen, Menschen in den politischen Prozess zurückzuholen, indem er für Bürgerräte und andere basisdemokratische Möglichkeiten der Partizipation plädiert. Extrem aufschlussreich und auch für Nicht-Soziolog:innen überaus verständlich geschrieben.
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Beschreibung
'Wer in der Ost-West-Debatte mit Schuldbegriffen operiert, ist schon auf dem Holzweg.' Die Diskussion über Ostdeutschland und das Verhältnis zwischen Ost und West flammt immer wieder auf. Sei es anlässlich runder Jubiläen, sei es nach Protesten - oder nach Wahlen. Und dennoch gibt es in dieser Debatte keine Verständnisfortschritte. Sie dreht sich im Kreis, auf Vorwürfe folgen Gegenvorwürfe: 'Ihr seid diktatursozialisiert!' - 'Ihr habt uns ökonomisch und symbolisch kleingemacht!' Im November 2024 jährte sich der Mauerfall zum 35. Mal. Zuvor erlangte die AfD bei drei Landtagswahlen große Erfolge.In dieser Lage meldet sich der 'gefragteste Gesellschaftsdeuter im Land' (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) mit einer differenzierten Intervention zu Wort. Steffen Mau setzt sich mit prominenten Beiträgen auseinander und widerspricht der Angleichungsthese, laut der Ostdeutschland im Lauf der Zeit so sein werde wie der Westen. Aufgrund der Erfahrungen in der DDR und in den Wendejahren wird der Osten anders bleiben - ökonomisch, politisch, aber auch, was Mentalität und Identität betrifft. Angesichts der schwachen Verwurzelung der Parteien plädiert Steffen Mau dafür, alternative Formen der Demokratie zu erproben und die Menschen etwa über Bürgerräte stärker zu beteiligen.NDR Sachbuchpreis 2024 (Longlist) Bayerischer Buchpreis 2024 (Shortlist) Platz 1 Bestseller in FOCUS, stern und Börsenblatt Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste (DLF Kultur/ZDF/DIE ZEIT) Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste (WELT/NZZ/rbbKultur/Ö1) Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste
Über Steffen Mau
Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Buch Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft (st 5092) stand auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste von ZDF, Zeit und Deutschlandfunk Kultur. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. »Das politische Buch« 2024 Preis »Gegen Vergessen â?? Für Demokratie« 2023 Communicator-Preis 2023