Ich will dich lebend - Cover
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ISBN/EAN: 978-3-627-00354-8
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
320 S.
Format (T/L/B):
2.6 x 21 x 13.4 cm

Hersteller:
Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
literatur@fva.de
Arndtstraße 11
DE 60325 Frankfurt am Main


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24,00 €

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Beschreibung

'Wie sehr dieses Buch gefehlt hat, versteht man erst, wenn man wieder auftaucht, weil es einen so mitreißt, so luzide und eindringlich ist es erzählt.' Daniela Dröscher Selma und Mischa haben sich all die Jahre nicht füreinander interessiert. Bis sie, die erfolgreiche Architektin, beobachtet, wie er, Nobelrestaurantbesitzer, im Biosupermarkt klaut. Als er droht aufzufliegen, deckt sie ihn. 'Verbrecherbraut', grinst Mischa. Jeanne, Mischas Schwester, ist Selmas beste Freundin - bis Selma plötzlich ganz und gar Mischa gehört. Als der Traum einer leidenschaftlichen Liebe zum Albtraum wird, lädt Jeanne das Auto voll und entführt Selma aus einem Berliner Kaffeehaus. Sie verharren in einem Versteck, bis der Termin kommt, an dem sie erneut ins Auto steigen und ins Gericht fahren. Julia Malik zeigt in literarischer Sprache und bestechenden Bildern, wie Täter ihre Opfer in eine Spirale aus Verführung, Isolation, Abspaltung, Ohnmacht und Scham locken. Wie verheerend und perfide Leidenschaft, Manipulation und rohe Gewalt oftmals Hand in Hand gehen. ' Ich will dich lebend ' ist eine rasante, wütende und letztlich befreiende Jagd, die über Hindernisse der Bürokratie, durch demütigende Befragungen und die Grauzone zwischen Lebensrettung und Übergriffigkeit führt. Die Autorin verliert dabei niemals ihre Protagonistinnen aus dem Blick, ihre Wildheit, Widerständigkeit und ihre Würde.

Leseprobe

'Das muss eine andere erzählen, sagte sie. Vielleicht schäle sich irgendwann aus ihrem Körper eine andere Frau heraus, und noch eine und noch eine. Die erste geriete da hinein, sagte sie, die zweite versuche, ihr herauszuhelfen, und die dritte müsse davon berichten.' 'Ich kann nicht verstehen, wie Selma in so eine Situation geraten ist. Wann Mischa zu diesem Monster geworden ist. Das Gesicht der Richterin glänzt über ihrer Robe. Sie beginnt, die formellen Fragen zu stellen. Das Tippen der Gerichtsschreiberin tackert wie eine Maschine.'