Unser Tipp für Sie
Ari – kurz für Arielle – hat so gar nichts mit einer Disney-Prinzessin gemein. Statt ihre Stimme für einen Typen aufzugeben, dem sie erst einmal begegnet ist, sagt Ari lieber lautstark, dass sie Tom schon nach der ersten Begegnung für ein Arschloch hält.
Es ist fast Sommer und mit ihren Freunden hängt Ari am liebsten im Skate-Park ab. Sie gehört dazu, ist „einer von den Jungs“ und das ist völlig OK findet Ari. Sie will nicht sein wie ihre hübsche, aber verlorene Mutter oder eins von den Mädchen, die immer nur am Rand stehen und den Jungs zusehen. Sie will selbst den Wind im Gesicht spüren und das Kribbeln im Bauch, wenn sie auf dem Board steht.
Keine ihrer Meinungen ändert sich als Tom zum ersten Mal im Park auftaucht, sie kann ihn nicht leiden, zu arrogant, zu gut, zu laut.
Wer möchte ich sein, wie viel will ich anderen von mir zeigen und wie schnell kann oder darf ich ein Urteil über andere fällen? Ari hat in diesem Fast-Sommer einiges erlebt, Sie schreibt es auf und wir als LeserInnen begleiten sie ein Stück in diese "erwachsene" Welt. Wir stellen uns mit ihr den wirklich wichtigen Fragen und finden überraschende Antworten.
Beschreibung
'Ich heiße Ari, und dies ist die Geschichte meiner ersten Liebe. Sie geht nicht gut aus, das sag ich euch gleich. Also wenn ihr auf Happy Ends steht, legt ihr das hier lieber weg und geht euch ein Eis kaufen. Es ist mir ehrlich gesagt scheißegal.' Jeden Tag trifft sich eine Gruppe von Freunden zum Skaten auf dem Skatepark, für Ari, die Protagonistin, eine lebensrettende Aktivität. Sie kann sich kaum an ein Leben ohne Skateboard erinnern. Nach einer bewegten Kindheit scheint sie zufrieden zu sein, allein mit ihrem Vater Bob zu leben, mit ihrer Lehre in einem Malerbetrieb und mit ihren Skater-Kumpels, die sie als 'eine von den Jungs' betrachten. Doch dann taucht ein neuer Junge im Skatepark auf, der ziemlich beeindruckende Tom. Tom fuhr aggressiv und sehr schnell, gleichzeitig stand er selbstverständlicher auf seinem Skateboard als manche Leute auf dem festen Boden. Es war ziemlich beeindruckend, das musste ich zugeben. Selbstbewusst und ohne jedes Zögern flippte und drehte er das Brett unter seinen Füßen, alles sah so unglaublich einfach aus bei ihm. Als dann auch noch Aris Mutter zurück in die Stadt kommt, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt: Ist sie wirklich glücklich damit, dass sie immer als eine der Jungs gesehen wird? Und hat ihre Mutter eine zweite Chance verdient? Eva Rottmann schreibt einfühlsam über die Höhen und Tiefen des Teenagerlebens. Temporeiche und humorvolle Dialoge, nah an der Alltagssprache der Jugendlichen, machen Lust darauf, dieses Buch in einem Rutsch durchzulesen.
Über Eva Rottmann
Eva Rottmann, geb. 1983 in Wertheim, lebt mit ihren Kindern in Zürich, schreibt Theaterstücke und Prosa, entwickelt eigene Performance- und Theaterprojekte, arbeitet als Literaturvermittlerin in Schulklassen und als Lehrbeauftragte an der Zürcher Hochschule der Künste. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt war sie mit ihrem Klassenzimmerstück Die Eisbärin für den KinderStückePreis der Mühlheimer Theatertage nominiert.