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ISBN/EAN: 978-3-627-00348-7
Einband: kartoniertes Buch
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Originaltitel:
Vivre Vite
Übersetzer:
Michael Kleeberg
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
224 S.
Format (T/L/B):
1.7 x 19 x 11.5 cm

Hersteller:
Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
literatur@fva.de
Arndtstraße 11
DE 60325 Frankfurt am Main


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14,00 €

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Unser Tipp für Sie

Mit ihrem Mann Claude wollte die Ich-Erzählerin in das Haus am Stadtrand in einem Landschaftsschutzgebiet einziehen, ihren gemeinsamen Traum von Ruhe und Familie leben.

Doch es kam anders.

„Wir könnten unsere Koffer für ein ganzes Leben abstellen und alle möglichen Pläne ins Blaue hinein entwerfen. Ich bin dann schließlich alleine mit unserem Sohn eingezogen, mitten in einer ziemlich brutalen chronologischen Abfolge der Ereignisse. Unterzeichnung des Kaufvertrags. Unfall. Umzug. Begräbnis.

Die wahnsinnigste Beschleunigung, die mein Leben je mitgemacht hat. Wie eine Achterbahnfahrt mit wehendem Haar, und dann entgleist das Wägelchen bei vollem Tempo.

Ich schreibe an diesem weitentfernten Ort, an dem ich gelandet bin, und von dem aus ich die Welt wahrnehme wie einen etwas körnigen Film, der lange Zeit ohne mich gedreht worden ist.

Das Haus war zum Zeugen meines Lebens ohne Claude geworden.“ (S. 5)

Zwanzig Jahre später verkauft die Ich-Erzählerin das Haus und zieht Bilanz. Die Bilanz eines Lebens, welches das Leben mit einem großen Verlust ist. Ein Haus, welches ihres und Claudes Haus hätte sein sollen. Das wäre es auch gewesen, _wenn_ nicht dies oder das passiert wäre. Es gibt 17 „wenns“ - angefangen mit „Wenn ich die Wohnung nicht hätte verkaufen wollen“ bis hin zu „Wenn Claude nicht seine 300 Francs im Geldautomaten vergessen hätte. Wenn Denis R. nicht beschlossen hätte, seinem Vater den 2CV zurückzubringen. Wenn die Tage vor dem Unfall sich nicht zu einer Abfolge von Ereignissen zusammengeballt hätten, eins unerwarteter als das andere, und alle unerklärlich.“ (S. 10f)

Alle „wenns“ werden in einzelnen Kapiteln auseinandergenommen und so die Zeit und das gemeinsame Leben vor dem Unfall rekonstruiert - genauso wie der übergroße Verlust, der in der Summe „nur“ von zahlreichen Zufällen abhing.

Ein lebenspraller Text voller Überraschungen, sehr tröstlich und mit eigenem Soundtrack zwischen den Zeilen. Denn Claude war Musikjournalist.

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Beschreibung

Vor zwanzig Jahren hat Brigitte Giraud den Mann ihres Lebens, Claude, bei einem Motorradunfall verloren. Drei Tage später ist sie mit ihrem kleinen Sohn in das neue Haus, das sie zusammen mit Claude gekauft hat und in dem er nun niemals wohnen wird, gezogen. Wer die Schuld an dem Unfall trägt, bleibt unaufgeklärt, ihre Fragen unbeantwortet. Als sie zwanzig Jahre später gezwungen ist, das Haus zu verkaufen, das dem Erdboden gleichgemacht werden wird, fühlt es sich für sie an, als würde sie Claudes Seele verkaufen. Der Moment ist gekommen, sich ihrer Vergangenheit zuzuwenden. Erstmals traut sie sich, sich dem 'Was wäre gewesen, wenn' zu stellen. Girauds intime Suche umkreist universelle Fragen: 'Was im Leben löst die Katastrophe aus? Existiert das Schicksal?' Schnell leben ist eine Liebesgeschichte, eine Erzählung über Schuld, ohne Schuldige zu benennen, ein Porträt der Abwesenheit. Für 'Schnell leben' erhielt Brigitte Giraud den bedeutendsten Literaturpreis Frankreichs, den Prix Goncourt.'Brigitte Giraud erzählt eine tragische Liebesgeschichte und fragt nach Schicksal und Schuld. Klingt spannend? Dann bitte lesen!' (WDR, Christine Westermann)'Brigitte Giraud hat einen Liebesroman über einen Abwesenden geschrieben, der eine fast obsessive Spannung entwickelt. Schnell leben ist ein grandioses Memoir und eine hochemotionale Spekulation mit dem Schicksal. Michael Kleebergs Übersetzung gibt den atemlosen Ton des Buches hervorragend wider.' (Tagesspiegel, Franziska Wolffheim)